Frequenzumrichter Frequenzumrichter sorgen für Achterbahn-Vergnügen

Redakteur: Stefanie Michel

Die Frequenzumrichteern SIEIDrive-Avy von Gefran sorgen für sichere Fahrt bei der Achterbahn im Europa-Park Rust. Spitzenstrom in der Beschleunigungsphase, anschließende Pause – diese wechselnden Anforderungen sind kein Problem.

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Die Programmierbarkeit von Frequenzumrichtern hat für InTraSys aus München große Bedeutung. Für die gefertigten Linearantriebe zur Beschleunigung großer Achterbahnen müssen Frequenzumrichter mehr können als einen drehenden Motor zu steuern. Die Umrichter müssen kundenspezifisch an die erforderliche Geschwindigkeit und Kraft anpassbar sein. Schließlich gilt es fahrspezifisch unterschiedliche Induktivitäten und Widerstände auszuregeln.

So ist via Datenschnittstelle die Pol-Lage des Motors im Umrichterbetrieb in die „Anlaufphase“ zu bringen. Während der Beschleunigung ändert sich die Motorcharakteristik, weshalb auch die automatische Erkennung eines Motors durch den Umrichter schädlich wäre. Zu all diesen Aspekten kommt die geforderte absolute Betriebssicherheit der Bahn und damit auch der eingesetzten Umrichter von Gefran.

Große Frequenzumrichter für die Beschleunigungsstrecke der Achterbahn

In der Spitze stellen Umrichter der Baureihe SIEIDrive–Avy von Gefran 1650 Amp. bei 1000 V oder 1,97 MVA für die Beschleunigungsstrecke der neuen Bahn im Europa-Park in Rust zur Verfügung. Für den Zubringerantrieb des Achterbahnzugs zum sogenannten „Abschussplatz“ ist aus Sicherheitsgründen zusätzlich ein kleiner 75 kW Umrichter eingesetzt. Damit wird das Risiko, mit der Leistung des großen Umrichters in die falsche Richtung zu fahren, ausgeschlossen. Es braucht, so Dr. Jürgen Vogel, einer der Geschäftsführer bei Intrasys, schon das Vertrauen in den Lieferanten der Frequenzumrichter. „Schließlich tragen wir mit unseren Antrieben eine hohe Verantwortung gegenüber dem eigentlichen Hersteller der Achterbahnen, der Firma Mack Rides und deren Kunden.

Fünf verschiedene Logfiles werden im 100 Mikrosekunden-Takt je Fahrt erfasst und gespeichert. So hat der Betreiber jederzeit die vollständige Information über die gefahrenen Tempi, die Frequenz auf der Fahrstrecke aber auch zu möglichen Verschleißgrößen.

Natürlich spricht aus dieser hohen Verfügbarkeit der Bahn auch die 225-jährige Erfahrung des Achterbahnherstellers Mack Rides, der im Europa-Park in Rust zugleich auch Anlagenbetreiber ist.

Gleich welcher Beladungszustand: immer identische Fahrdaten

Durch die Regelung des Stroms lässt sich die Geschwindigkeit der Bahn variieren. Damit wird die Sollgeschwindigkeit des Sekundärteils – der etwa 10 Tonnen schweren Achterbahnwagen – unabhängig von der Beladung stets eingehalten. Typische Fahrzyklen sind eine Beschleunigung (Launch) mit 1 g für 3 Sek Dauer bei einer Austrittsgeschwindigkeit von 28 m/s mit anschließend 30 bis 40 Sek. Pause.

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