Laserbasierte Oberflächenfunktionalisierung Fraunhofer IWS gründet Fusion Bionic aus
Fusion Bionic will als Spin-off des Fraunhofer IWS Dresden funktionale Mikrostrukturen der Natur auf technische Oberflächen übertragen. Mit den kommerziellen Laserinterferenz-Texturierungslösungen kann z.B. die Biokompatibilität verbessert, die Reibung reduziert und die Oberflächenbenetzbarkeit optimiert werden.
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Durch das Direct Laser Interference Patterning (Direkte Laserinferenz-Strukturierung), kurz: DLIP, können mikroskopisch kleine Muster auf Oberflächen erzeugt werden. So können schnell Lotuseffekte und andere raffinierte Strukturtricks der Natur auf technische Oberflächen wie Batteriekomponenten, Implantate oder Flugzeuge übertragen werden.
Die in den vergangenen zehn Jahren am Fraunhofer IWS und an der TU Dresden erforschte Technologie ist nun marktreif. Dr. Tim Kunze, der bisher die Gruppe für Oberflächenfunktionalisierung am Fraunhofer IWS leitete, hat nun mit einem Team aus Wissenschaft und Wirtschaft die Firma Fusion Bionic gegründet. Der Firmenname steht für die Fusion von naturinspirierten Effekten in technische Produktoberflächen.
Laut Fusion Bionic sind die Interferenzmuster der besondere Clou der Dresdner Technologie: Statt mit einem einzelnen Laserstrahl das gewünschte Strukturmuster langsam wie mit einem Bleistift auf das Werkstück zu zeichnen, belichtet das DLIP-Verfahren große Flächen mit hohen Prozessgeschwindigkeiten. Für dieses Verfahren sowie die verbundenen Hardwarelösungen sei Fusion Bionic der weltweit erste kommerzielle Anbieter.
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Um diesen Vorsprung zu nutzen, will das Gründerteam nun zügig in Dresden einen Produktionsstandort aufbauen. Das Team möchte dort komplette Laserstrukturierungs-Maschinen herstellen, aber auch standardisierte DLIP-Bearbeitungsmodule, die dann zum Beispiel ein Mittelständler aus der Industrie perspektivisch auf seine Roboter montieren kann. Als weiteres Geschäftsfeld sollen auch Lohnauftrags-Strukturierungen und eigens weiterentwickelte funktionale Produktoberflächen angeboten werden, heißt es.
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