Direktantrieb

Folieneinschlagmaschine mit Direktantriebstechnik

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Unerreichte Leistungsdichte

„In Demoaufbauten hat sich gezeigt, dass sich rotative Servomotoren für diese Aufgabenstellung nicht eignen, weil sie zu viel Platz einnehmen“, begründet Helmut Eitermoser die Grundsatzentscheidung pro Linearmotoren. In einer anschließenden Evaluierungsphase konnte sich LinMot gleich gegen mehrere Mitbewerber durchsetzen. „Nur die LinMot-Motoren haben bei den von uns gewünschten kleinen Abmessungen die erforderliche Performance gezeigt“, bringt es der Konstrukteur auf den Punkt. „Wenn von den Motoren anderer Hersteller überhaupt die gleich Performance erreicht wurde, dann nur bei doppelter Baugröße!“

Bei der MultiSAN kommen Motoren vom Typ PS01-23x160H-HP-R zum Einsatz, die – den Steckeranschluss am Ende nicht berücksichtigt – nur einen Durchmesser von 23 mm (Stator) aufweisen und trotzdem in der Lage sind, mit dem LinMot-Regler E1130-DP-HC eine maximale Spitzenkraft von 130 N zu liefern.

Die passenden Läufer sind als Katalogware in diversen Varianten für Hübe von 20 bis 780 mm erhältlich. Für die MultiSAN wurde die Ausführung für einen Hub von 120 mm gewählt.

Formatwechsel in wenigen Minuten

Diese platzsparende Bauform der Linearmotoren hat denn auch entscheidend dazu beigetragen, dass die Maschine nur die Standfläche in Anspruch nimmt, die schon die vergleichbare Variante mit mechanischer Königswelle, die SAN 80 TS, belegte. Auch bei der Taktzahl gibt es eine Übereinstimmung: Beide arbeiten mit bis zu 80 Takten.

Das war es dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Denn durch die Direktantriebstechnik konnte die MultiSAN wesentlich modularer aufgebaut und für eine flexiblere Nutzung ausgelegt werden. So hat ALPMA die mechanische Einheit mit den Lamellenantrieben zu einem Modul vereint, dass mehrmals in der Maschinen Verwendung findet und so konstruiert ist, dass es gleichzeitig als Kühlkörper für die Linearmotoren fungiert.

Eine Formatumstellung ist durch den konsequent modularen Aufbau und die Verwendung elektrischer Antriebe statt einer mechanischen Königswelle bei der MultiSAN denkbar einfach geworden: Mit wenigen Handgriffen lässt sich das Verschließmodul lösen und an eine andere Position montieren, ohne dass das flexible Versorgungskabel des Linearmotors gelöst werden müsste. Danach muss nur noch das entsprechende Programm über die benutzerfreundliche Bedienerführung via Touchscreen gestartet werden und schon kann mit der gleichen Maschine, die vor wenigen Minuten beispielsweise noch ovale Käse verarbeitete, ein Käse im Karo-spar-Format verpackt werden. Zusätzlich erweitern diverse einfach montier- bzw. demontierbare Umbausätze (Formatsätze) das Einsatzspektrum der MultiSAN.

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