Rapid Prototyping Filigrane Konstruktionen geben Schwierigkeitsgrad vor

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Ist das Gießen von Modellen an sich schon eine Kür, so hatten es die Ingenieure von promod mit zwei besonders kniffligen Guss-Aufträgen zu tun. Noppen als Kühlkörper und filigrane Stege gaben den hohen Schwierigkeitsgrad eines Gehäuses für die Medizintechnik vor. In ihm wird die Technik für die Röntgenquelle montiert.

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Filigrane Konstruktionen erhöhen den Schwierigkeitsgrad. (Bilder: promod)
Filigrane Konstruktionen erhöhen den Schwierigkeitsgrad. (Bilder: promod)

Und auch das Turbo-Rad einer Vakuumpumpe, das von Hand nachgearbeitet werden musste, erforderte in allen Entwicklungsstufen äußerste Präzision. In beiden Fällen handelte es sich um besonders anspruchsvolle Konstruktionen. Ausgangsbasis waren die 3D-Daten der Kunden.

Für die Produktion der Gussteile wurde zunächst ein Urmodell mit Hilfe des Stereolithographie-Verfahrens hergestellt. Darauf aufbauend entstand die Silikonform für den Wachsling, der gleich 25 Mal für die komplette Kleinserie angefertigt werden musste. Denn beim abschließenden Brennen der Keramikform, die durch das Tauchen des Wachslings in einen Schlicker und das mehrmalige Besanden schichtweise aufgebaut wird, schmilzt das verlorene Modell aus der Keramikform.

Eine Herausforderung ist stets aufs Neue, solche Wachslinge mit ihrer feingliedrigen Geometrie ohne Beschädigungen aus der Silikonform zu befreien und sie dann unbeschadet zur Gießerei zu bringen. Ein Wachsling ist schnell verbogen; er muss jedoch zu 100 Prozent den errechneten Maßen entsprechen. Ansonsten ist die Keramikform für den Küvettenguss/Feinguss unbrauchbar.

Nach dem Ausbrennen des Wachslings entsteht ein Hohlraum, in den das Aluminium (AlSiMg 0,6) gegossen wird. Ist die Keramikform ausgekühlt, wird sie zerstört, und das Gussrohteil ist fertig. (Mehr Infos auf den kommenden Seiten)

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