Umformen Fehler bei der Blechumformung erkennen

Redakteur: Juliana Schulze

Das Fraunhofer IPA, die Firma OBE und das Ingenieurbüro Weber haben ein Auswerteverfahren für die schnelle, automatische Fehlererkennung bei der Blechumformung entwickelt.

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Bei der Umformung von Blechen können insbesondere an Biegekanten Risse und Einschnürungen auftreten, die auf Dauer die Festigkeit des Materials vermindern. Beide Effekte lassen sich bislang nur schwierig automatisch im Produktionsablauf erfassen. Gründe hierfür sind beispielsweise Schwankungen in der optischen Erscheinung der Bleche, wie sie in der Praxis durch Unterschiede im Ausgangsmaterial, in der Oberflächenvorbehandlung oder im Vorliegen von Oxidationsschichten häufig auftreten.

Umgeformte Bleche auf Fehler automatisch untersuchen

Als Lösung für diese Aufgabe haben das Fraunhofer IPA, die Firma OBE und das Ingenieurbüro Weber gemeinsam ein Auswerteverfahren entwickelt, mit dem umgeformte Bleche hinsichtlich verschiedener Fehlertypen geprüft werden können. Das Verfahren basiert auf zwei bereits im Markt etablierten Verfahren, die für die Aufgabenstellung kombiniert und adaptiert wurden. Mit der Bildaufnahmetechnologie „trevista“ von OBE lässt sich die Krümmung von Oberflächen ortsgenau bestimmen. Fehler in der Struktur einer Oberfläche lassen sich so bereits in den Ausgangsbildern gut von anderen Effekten unterscheiden. In einem zweiten Schritt werden die Bilder mit der Software „DefDetect“ des Fraunhofer IPA ausgewertet. „DeDetect“ wurde bereits zur Prüfung geschliffener Oberflächen, gewebten Strukturen oder medizinischen Schwämmen eingesetzt. Das Ingenieurbüro Weber übernimmt die Automatisierung für konkrete Aufgabenstellungen.

Defekte können schnell gefunden werden

Mit dem Verfahren können Fehler schnell und automatisch bei der Blechumformung erkannt werden. Für die Praxis heißt das: Fehlproduktionen werden reduziert und Defekte schnell aufgefunden, sodass geringere Stückkosten für umgeformte Bleche entstehen.

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