Feder Faserverbund-Schneckenblattfeder vorgestellt

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Das Faserinstitut Bremen hat eine CFK-Schneckenblattfeder entwickelt.

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Schneckenblattfeder als Fahrradsattelstütze (Bild: AVK)
Schneckenblattfeder als Fahrradsattelstütze (Bild: AVK)

Die Schneckenblattfeder ist aus einem Laminat unterschiedlicher Faserorientierungen aufgebaut, das sich kontinuierlich verändert. Hierdurch ergeben sich unendlich viele Federsteifigkeiten, die stufenlos von sehr hart bis sehr weich eingestellt werden können. Diese Einstellung erfolgt durch einfaches Drehen der runden Schneckenblattfeder in ihrem Lager. Bevor der Lagenaufbau festgelegt wird, werden mit analytischen Methoden die Federsteifigkeiten ermittelt. Die Simulationsergebnisse werden schließlich bei der mechanischen Prüfung von Musterbauteilen der Feder validiert. Dank des Einsatzes von CFK, aber auch von GFK, ist ein erheblicher Leichtbau möglich geworden. Etwa 100 GFK- und CFK-Schneckenblattfedern sind bisher produziert worden, die mechanisch geprüft worden sind und als Muster dienen. Die neuartige Feder kann in fast allen federnden Systemen eingesetzt werden, so beispielsweise in den Bereichen Sitz- und Liegemöbel, Fahrzeugsitze, Fahrzeugfederung, Fahrrad-Sattelstütze, Aktiv-Rollstühle und vielen anderen. Experten rechnen mittelfristig mit hoher Stückzahlproduktion, weil die Innovation so vielfältig einsetzbar und zudem sehr langlebig und wartungsarm ist. Dank der automatisierten Produktion können niedrige Herstellungskosten realisiert werden. (qui)

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