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Die Funktionsweise
Connex 3 verwendet einen Druckblock mit acht Druckköpfen: zwei für jedes Material einschließlich des Stützmaterials. Dadurch bleiben sechs Druckköpfe für drei Modellmaterialien übrig. Die Druckköpfe tragen Materialtröpfchen in einem vordefinierten Muster auf, um so Kombinationen aus bis zu drei Ausgangsmaterialien zu erstellen. Durch diese Muster werden Digital Materials erzeugt, welche mehr als einfache Mischungen aus Ausgangsmaterialien darstellen.
Wie beim 2D-Druck wird auch bei der Farbgebung eine Kombination aus CMYK-Farben (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) verwendet. Nach Bedarf kann auch ein weißes und ein transparentes Material eingesetzt werden. Da Connex 3 drei Ausgangsmaterialien unterstützt, können Anwender drei Optionen aus der folgenden Liste auswählen: VeroCyan, VeroMagenta, VeroYellow, VeroBlackPlus, VeroWhitePlus und VeroClear. Diese Kombinationen bieten 10 Farbpaletten, jede mit 45 oder 46 Farbtönen.
Bei den Werkstoffen sind Kombinationen mit festen, gummiartigen und hitzebeständigen Materialien möglich. Dadurch entstehen Digital Materials mit vielen unterschiedlichen Eigenschaften. Ein einzelnes Bauteil kann beispielsweise über eine robuste Digital ABS-Unterstruktur mit einem weichen Gummi-Overmolding verfügen.
Der Workflow
Der Kern des 3D-Drucks, die STL-Datei, enthält keine Informationen zu den Eigenschaften. Daher muss das CAD-Modell als eine Baugruppe aus mehreren Einzelteilen erstellt und als einzelne STL-Dateien exportiert werden. Die einzelnen Teile (oder „Hüllen“) sollten mit einer Presspassung erstellt werden, da Überlappungen zu nicht planbaren Mischungen von Digital Materials führen und Lücken eine Trennung des Bauteils verursachen.
Für jede Farbe oder jedes Material ist eine solche „Hülle“ (Einzelteil) erforderlich. Im Objet Studio teilt der Anwender die Baugruppe in die einzelnen Teile auf und weist jedem Teil ein Material oder eine Farbe zu. Dazu werden drei Ausgangsmaterialien für die Connex 3 ausgewählt. Die Software berechnet die sich daraus ergebenden Digital Material-Optionen und zeigt eine Dropdown-Palette an, wenn der Anwender eine Hülle anklickt.
Mit einem Dreifarbensystem wählen Connex-3-Anwender für jeden farbigen 3D-Druckauftrag aus einer von 10 Paletten aus, die jeweils 45 oder 46 Farboptionen bieten. Da schwarz und weiß in verschiedenen Farbpaletten enthalten sind, können die Anwender zwischen hellen und dunklen Tönen wählen. Eine Palette – Cyan, Magenta und Gelb – enthält jedoch eine zusätzliche 46. Farbe. Dabei handelt es sich um ein dunkles grau, das neben kräftigen leuchtenden Primär- und Sekundärfarben wie schwarz wirkt. Die Farben sind konsistent und für einfache Handhabung sowie Zuverlässigkeit den entsprechenden Hex- und RGB-Werten zugeordnet.
Im Hinblick auf die Oberflächenbeschaffenheit verfügt die Connex 3, wie alle Objet-3D-Drucker, über zwei Modi: Glanz-Modus und Matt-Modus. Wie bei jedem farbigen Gegenstand sorgt eine glänzende Oberfläche für strahlende leuchtende Farben. Daher empfiehlt Stratasys, den Glanz-Modus zu verwenden. (qui)
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