Sensor Fahrrad-Sensor trickst Ampeln aus

Redakteur: Ute Drescher

Der US-Tüftler Ed Richley hat ein System für Fahrräder entwickelt, mit dessen Hilfe die sportlichen Verkehrsteilnehmer Ampelanlagen austricksen können. Es täuscht den Ampeln ein herankommendes Auto vor und erreicht damit, dass die Ampelsteuerung eine Grünphase einleitet.

Anbieter zum Thema

„Das Gerät wird am Fahrrad in Bodennähe montiert und überlistet auf Knopfdruck das Sensorsystem der Ampel“, erklärt Ed Richley seine Erfindung. Das System funktioniert bei verkehrsgesteuerten Ampeln. Sie haben ein angeschlossenes Sensorsystem, das auf das Verkehrsaufkommen reagiert und durch eine intelligente Steuerung den Verkehrsfluss verbessert.

Die hierfür benötigten Sensoren sind unter dem Asphalt angebracht. Die Drahtschleife reagiert auf eine große Masse an Metall, dem Zweck nach auf ein Auto. Durch den im Boden verlegten Draht fließt Strom, der in Folge ein magnetisches Feld rund um die Schleife erzeugt.

Induktionsfeld der Drahtschleife verändern

Auf die metallischen Teile eines Fahrzeugs, das in dieses Induktionsfeld fährt, werden Ströme übertragen. Dadurch entsteht am Fahrzeug selbst ein magnetisches Feld, das in Folge das Induktionsfeld der Drahtschleife ändert. Durch diese Veränderungen wird der Sensor ausgelöst und eine Sequenz gestartet, um die Ampel auf grün zu schalten.

Dieses System zu überlisten, das neben Ampeln vor allem zur automatischen Öffnung bei Schrankenanlagen eingesetzt wird, hatten sich bereits einige Tüftler zum Ziel gesetzt. Einige davon raten zur Verwendung von Alufolie, andere sind der Ansicht, dass man größere metallische Gegenstände wie eine Schaufel zum Auslösen benötigt.

Für Richley waren diese Ansätze nicht befriedigend und daher tüftelte er mittlerweile seit zehn Jahren an dem System, das nun als Prototyp vorliegt. Das etwa zehn Zentimeter große Gerät erzeugt auf Knopfdruck ein pulsierendes magnetisches Feld, das dem Entwickler zufolge stark genug ist, um dem Ampelsystem vorzutäuschen, es handle sich um ein Auto.

Activator täuscht Änderung vor

„Jede Drahtschleife sendet ein Signal in einer bestimmten Frequenz. Mein Activator scannt zuerst diese spezielle Frequenz und sendet schließlich ein Signal aus, das nahezu dieselbe Frequenz hat. Somit wird eine Änderung in der Nähe des Magnetfeldes vorgetäuscht“, erläutert Richley.

Richley sucht nun nach einem Unternehmen, das an seinem System interessiert ist, um es kommerziell herzustellen und zu vermarkten. In den USA kommen jedoch auch noch rechtliche Probleme auf ihn zu, denn laut dem Webmagazin Wired ist es in einigen Bundesstaaten gesetzlich verboten, Ampelanlagen mit Störsignalen zu manipulieren. Hier gibt sich der Erfinder jedoch zuversichtlich, immerhin störe sein Gerät die Ampel nicht. Es helfe lediglich, den Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten und verkürze Radfahrern die Wartezeit.

Quelle: pressetext.austria

(ID:279586)