Beschichtung
Verschleißschutz durch metallische Pulver

Quelle: FH Münster 3 min Lesedauer

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Ein Team der Fachhochschule Münster entwickelt im Forschungsprojekt „WearECO-Enamel“ eine pulvermetallurgische Verschleißschutzbeschichtung weiter. Hierzu soll eine neuartige Emaille entwickelt werden.

Bei über 1.000 Grad Celsius verschmelzen feine Metallpartikel zu einer widerstandsfähigen Schutzschicht auf Bauteilen. Die für den Einschmelzprozess benötigte Emaille will das Team optimieren. (Bild:  FH Münster/FB Maschinenbau)
Bei über 1.000 Grad Celsius verschmelzen feine Metallpartikel zu einer widerstandsfähigen Schutzschicht auf Bauteilen. Die für den Einschmelzprozess benötigte Emaille will das Team optimieren.
(Bild: FH Münster/FB Maschinenbau)

Es wird heiß im Labor, als sich der Kammerofen öffnet und Jan Philipp Berges eine Probe daraus entnimmt. Das Stück Metall glüht gelb und rot auf, dann löscht der Student es im Wasser ab. Bei mehr als 1.000 Grad Celsius verbinden sich die in der aufgetragenen Paste enthaltenen Pulverpartikel zu einer einheitlichen, metallischen Schicht auf der Oberfläche des Bauteils, die es künftig vor Verschleiß schützen soll – eine Technik, die Prof. Dr. Jürgen Peterseim und Dr. Tobias Schniedermann mithilfe von Studierenden am Fachbereich Maschinenbau erforscht haben. Im nun abgeschlossenen Forschungsprojekts „Ultra-Coat“, finanziert und beauftragt durch den Industriepartner Altenburger Maschinen Jäckering GmbH, hat das Team diese Beschichtungstechnologie weiter entwickelt.

Wir stellen aus speziellen Metallpulvern eine Paste her, die wir auf Bauteilen aufbringen und durch zusätzliche Anwendung einer glasartigen Oxidationsschutzschicht im Ofen einschmelzen. So bildet sie einen geometrieunabhängigen Schutz auf der Oberfläche von metallischen Bauteilen.

Dr. Tobias Schniedermann

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