Emobility Erste Teststrecke für induktives Laden in Deutschland startet

Quelle: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg 1 min Lesedauer

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Auf der Autobahn A6 in Fahrtrichtung Nürnberg, wenige Minuten von der Rastanlage Oberpfälzer Alb Nord entfernt, wird künftig das induktive Laden von Elektrofahrzeugen während der Fahrt getestet.

Projekt E|MPOWER erreicht wichtigen Meilenstein: Ab der zweiten Jahreshälfte wird auf der A6 das induktive Laden getestet. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Projekt E|MPOWER erreicht wichtigen Meilenstein: Ab der zweiten Jahreshälfte wird auf der A6 das induktive Laden getestet.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Leitung des Projekts mit dem Namen E|MPOWER hat der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) inne. Die FAU-Forschenden wollen in Zusammenarbeit mit der Autobahn GmbH des Bundes, VIA IMC, Electreon, Risomat und der TH Nürnberg erforschen, wie sich die Elektrifizierung von Schwerlastverkehr auf diese Art technisch und wirtschaftlich integrieren lässt.

Erste Fahrversuche in der zweiten Jahreshälfte

Haben für die Teststrecke symbolisch auf einer Induktionsspule unterschrieben (v.l.): Prof. Dr. Jörg Franke, Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik, Dr. Michael Güntner, Vorsitzender Autobahn GmbH des Bundes, Markus Blume, Bayerischer Wissenschaftsminister, Joachim Herrmann, Bayerischer Innenminister, Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium und Prof. Dr. Joachim Hornegger, FAU-Präsident. (Bild:  FAU/Matthias Jakoby)
Haben für die Teststrecke symbolisch auf einer Induktionsspule unterschrieben (v.l.): Prof. Dr. Jörg Franke, Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik, Dr. Michael Güntner, Vorsitzender Autobahn GmbH des Bundes, Markus Blume, Bayerischer Wissenschaftsminister, Joachim Herrmann, Bayerischer Innenminister, Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium und Prof. Dr. Joachim Hornegger, FAU-Präsident.
(Bild: FAU/Matthias Jakoby)

Die ersten Fahrversuche auf der frisch eingeweihten Teststrecke mit speziell ausgestatteten Fahrzeugen sind ab der zweiten Jahreshälfte geplant. Prof. Dr. Florian Risch, Professor für Montagetechnologien elektrischer Energiespeicher am FAPS, erklärt: „Uns interessiert bei den Untersuchungen unter anderem, wie effizient das System tatsächlich ist, und wie sich Induktionsspulen effizient fertigen und automatisiert in die Straße einbauen lassen. Dank der Teststrecke erhalten wir wichtige Praxiserkenntnisse und wissenschaftlich fundierte Daten für optimierte Systeme auf Seiten der Infrastruktur und der Fahrzeuge.“ Aktuell werden die notwendigen Spulen in den Straßenbelag integriert. Anschließende technische Tests sollen versichern, dass die Spulenkonfiguration korrekt installiert wurde.

Wie funktioniert dynamisches induktives Laden?

E|MPOWER strebt das kabellose Laden von E-Fahrzeugen beim Fahren und Parken an. Dafür werden Spulen im Straßenbelag installiert. Die Suche nach Ladesäulen würde somit obsolet, die Sorge, dass der Akku frühzeitig versagt, wäre Schnee von gestern. Als Alternative zu Wasserstoff-Autos oder solchen mit Megawattcharging-System, könnten E-Autos dank der Spulen im Straßenbelag stets mit ausreichend Energie versorgt werden. Konkret erzeugen die Spulen in der Straße ein Magnetfeld. Sobald dieses von einem Auto befahren wird, induziert das Magnetfeld eine Spannung in der im Fahrzeug verbauten Gegenspule. Anders als bei elektrifizierten Straßen mit Oberleitungen, kann diese Technologie unsichtbar in Verkehrsflächen integriert werden, so dass sowohl LKW als auch PKW davon profitieren.

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