Getriebe Erfolgreicher GETPRO-Kongress der FVA in Würzburg

Redakteur: Stefanie Michel

Getriebeproduktion und Verzahnungstechnik stoßen auf großes Interesse: über 300 Teilnehmer und fast 30 Aussteller fanden sich in Würzburg zum Getpro-Kongress 2011 der Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA) ein.

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Der Kongress zur Getriebeproduktion GETPRO findet wieder 2013 statt. (Bild: S. Michel)
Der Kongress zur Getriebeproduktion GETPRO findet wieder 2013 statt. (Bild: S. Michel)

Die Wirtschaftskrise scheint zumindest im deutschen Maschinenbau überstanden, so dass zum Getpro-Kongress der FVA deutlich mehr Teilnehmer als 2009 erschienen. Nachdem Hartmut Rauen die zahlreichen Teilnehmer des Getpro-Kongresses begrüßt hatte, spannte Dr. Manfred Wittenstein einen weiten Bogen über das Thema "Zukunft produzieren" und die Bedeutung des Maschinenbaus in Deutschland.

Im Gegensatz v.a. zu den angelsächsischen Ländern hat sich Deutschland nicht zu einer Dienstleistungsgesellschaft entwickelt; im Gegenteil: der Anteil des produzierenden Gewerbes steigt sogar. Dr. Wittenstein ist überzeugt: "Die Produktion ist in Deutschland von entscheidender Bedeutung, denn 90 Prozent der Exporte kommen aus diesem Bereich. Ebenso finden wir hier 90 Prozent der F&E-Ausgaben und jeden dritten Arbeitsplatz." Für die Zukunft sieht er den Maschinenbau gerüstet: hier läge der Schlüssel zur Energieeffizienz, denn der Maschinenbau werde die Umwelttechnologien entwickeln und möglich machen.

Deutsche Verzahnungstechnik muss international besser wahrgenommen werden

Bevor es in die Welt der Zahnradgetriebe mit allen beteiligten Komponenten ging, plädierte Dr. Alois Mundt von Liebherr Verzahnungstechnik in einer weiteren Keynote für mehr Internationalität in der Verzahnungstechnik. Der Getpro-Kongress sei zwar eine obligatorische Veranstaltung für die Getriebe- und Verzahnungsbranche, doch es fehle der Branche insgesamt die weltweite Wahrnehmung. Dr. Mundt machte klar, dass zwar früher "die Welt" sich in Deutschland auf den großen Messen informierte, doch heute diese Messen in den großen Abnehmermärkten China, Indien und auch USA stattfänden. Deutschland müsse also seine Produkte nach außen tragen und damit verstärkt sowohl über Publikationen als auch in Veranstaltungen den internationalen Markt auf englisch bedienen.

Die anschließenden Vorträge deckten die Bereiche Weich- und Hart-Feinbearbeitung, Qualitätsmanagement, Wärmebehandlung, Werkstoffe, Montage und Handhabung sowie Lager, Wellen und Gehäuse ab. Parallel in zwei Sälen berichteten die Referenten namhafter Unternehmen und Forschungseinrichtungen über ihre praktischen Erfahrungen rund um Komponentenfertigung, Montage oder Maßnahmen für den störungsfreien Betrieb. (mi)

* Stefanie Michel, Redaktion konstruktionspraxis

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