Wälzlager Energiepreis der Bayerischen Staatsregierung für Nautiluslager

Redakteur: Stefanie Michel

Das „Nautiluslager“ für Windkraftanlagen von SKF wurde mit dem Bayerischen Energiepreises 2008 ausgezeichnet, da unter anderem die Verlustleistung gegenüber herkömmlichen Lagern um bis zu 60 Prozent verringert werden konnte.

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Die Resonanz auf die Ausschreibung des Bayerischen Energiepreises 2008 war groß wie noch nie: Insgesamt 159 Bewerbungen wurden vergeben. SKF gehört mit ihrem „Nautiluslager“ für Windkraftanlagen, das im Schweinfurter Großlagerwerk gefertigt wird, zu den diesjährigen Preisträgern.

In der Begründung für den Preis heißt es: Das Nautiluslager „zeichnet sich durch besonders wenig Reibung aus“. So sei die Verlustleistung gegenüber herkömmlichen Lagern um bis zu 60 Prozent verringert worden. Weiter heißt es: „Außerdem wurde das Lager so konstruiert, dass es neben den radialen und axialen Kräften auch Biegmomente abstützen kann. Damit kann ein weiteres Lager für die Befestigung des Rotors entfallen. Zusätzlich werden bei der Fertigung des Lagers neue Werkstoffe verwendet, die es erlauben, den Materialverbrauch zu reduzieren und die Belastbarkeit zu erhöhen. Das neue Lager wiegt jetzt nur noch 2,1 Tonnen, ältere Konstruktionen wiegen rund acht Tonnen.“

Energiepreis zeichnet Leistungen für effizienze Energienutzung und Energietechnologien aus

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Markus Sackmann betonte bei der Preisverleihung in Nürnberg: „Mit dem Energiepreis zeichnet die Bayerische Staatsregierung hervorragende innovative Leistungen auf dem Gebiet der rationellen Energienutzung, erneuerbaren Energien und neuen Energietechnologien aus. Mit dem Preis wollen wir auch das öffentliche Interesse auf die herausragenden Innovationen und ihre Entwickler lenken.“

Das Nautiluslager ist das bisher größte in Serie produzierte Wälzlager für die Rotor-Abstützung von Windkraftanlagen der Multimegawattklasse. Dieses Lager auf Basis eines zweireihigen Kegelrollenlagers hat einen Außendurchmesser von 2330 Millimetern und kann zusätzlich zu den üblichen Radial- und Axiallasten auch noch Kippmomente aufnehmen. Dadurch ist es möglich, den Rotor mit nur einem einzigen Lager abzustützen. Je nach Bedarf können der Außenring oder wahlweise auch die Innenringe mit axialen Bohrungen versehen werden. Das erlaubt das direkte Anschrauben des Lagers an die Rotornabe und/oder die Getriebeeingangswelle bzw. den Generator. Die sonst übliche Rotorwelle wird damit überflüssig.

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