EMV EMC C.C. prüft jetzt auch elektrische Sicherheit

Redakteur: Ute Drescher

Das EMC-Competence-Center (EMC C.C.), eine Division von Mitsubishi Electric Deutschland, prüft ab sofort auch die elektrische Gerätesicherheit. Das unabhängige Prüflabor geht mit einem Fachlabor an den Start.

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In seinem nach neuesten technischen Standards eingerichteten Labor nimmt das EMC-Competence-Center zunächst Prüfungen nach der Niederspannungsrichtlinie vor; folgen soll die Anerkennung durch das VDE-Prüfinstitut. Sie macht dann die Vergabe des GS-Prüfsiegels für Produkte möglich.

„Als akkreditiertes EMV-Prüflabor und benannte Stelle sind wir seit über 20 Jahren auf diesem Gebiet für namhafte Unternehmen tätig, testend und auch beratend“, erklärt Wolfgang Landgrebe, Division Manager des EMC C.C. „Mit der neuen Sparte ‚Elektrische Gerätesicherheit‘ ergeben sich für unsere Kunden viele Zeit- und Kostenvorteile.“

Elektrische Betriebsmittel dürfen kein Sicherheitsrisiko darstellen

Die Niederspannungsrichtlinie (2006/95/EG) ist neben der EMV-Richtlinie das wichtigste Regelungsinstrument für die Sicherheit elektrisch betriebener Geräte. Sie gilt in der Hauptsache für elektrische Betriebsmittel zur Verwendung bei einer Nennspannung zwischen 50 und 1000 V für Wechselstrom und zwischen 75 und 1500 V für Gleichstrom. Als EU-Richtlinie hat sie präventiven Charakter und soll dafür sorgen, dass elektrische Betriebsmittel nur dann in den Verkehr gebracht werden können, wenn sie bei ordnungsgemäßer Verwendung kein Sicherheitsrisiko darstellen.

Bei Prüfungen, die im EMC-Competence-Center vorgenommen werden, gewährleistet die VDE-Anerkennung internationales Prüfniveau. Getestet wird dabei in genau dem Umfang, der im Einzelfall notwendig und sinnvoll ist. Neben Vollprüfungen mit allen notwendigen Tests gehören deshalb auch ‚abgespeckte‘ Testpakete zum Serviceangebot, zum Beispiel wenn bereits geprüfte Komponenten mitverwendet wurden.

Elektrische Sicherheit und EMV zeitgleich prüfen

Prüfungen der elektrischen Sicherheit sind in der Regel relativ aufwendig. Der erforderliche Zeitaufwand lässt sich durch die Auftragsvergabe an das EMC C.C. jedoch deutlich reduzieren, da beispielsweise die Prüfung der elektrischen Sicherheit zeitgleich mit der EMV-Prüfung vorgenommen werden kann. Durch die angebotene Kombinationsprüfung können deutlich Kosten eingespart werden.

Die Entwicklung neuer Produkte ist mitunter zeitintensiv und der Weg bis zur Marktreife damit lang. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil besteht darin, dass das EMC C.C. seine Kunden auf Wunsch schon während der Entwicklung auch beratend unterstützen kann, etwa bei der technischen Standortbestimmung und frühzeitigen Optimierungsmaßnahmen. Auf diese Weise können hohe Folgekosten eingespart werden, denn eine Nachentwicklung kann um Faktor 1000 teurer werden.

Das EMC-Competence-Center (EMC C.C.) agiert als unabhängiges Prüflabor und technisch beratend seit 1985 am Markt. Sein Portfolio umfasst die Leistungen eines Akkreditierten EMV-Prüflabors, einer Benannten Stelle EMVG (Notified Body), eines Anerkannten Technischen Dienstes (‚e 13‘) sowie eines Prüflabors für elektrische Sicherheit und für internationale Automotive Werksnormen (AEMCLRP). Zu den Kunden gehören Unternehmen aus Industrie, Medizin, Automotive, Maschinenbau, ITE, Consumer Elektronik, Audio, Haushalt und Halbleiter. Das EMC C.C. ist eine Division der Mitsubishi Electric Deutschland.

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