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Auf dem Textdisplay mit zwei oder vier Zeilen wurde die jeweilige Schraubposition und der aktuelle Status als einfache Textmeldung dargestellt (z. B. „Fehler Position 3“). Um die Prozesssicherheit zu erhöhen, konnten für jedes Produkt und jede Station zwar eigens angefertigte LED-Schaltbilder an den Werkstückträgern montiert werden, die zusätzlich die Schraubposition und deren Status per Farbumschlag anzeigten. Diese Schaltbilder mussten aber bei jedem Produktwechsel und mit jedem Werkstückträger ausgetauscht werden, was immer längere Umrüstzeiten und damit unproduktive Stillstandzeiten bedeutete.
„Mit der neuen, integrierten Lösung sind wir wesentlich schneller und können das jeweilige Verschraubungsbild quasi auf Knopfdruck wechseln, was die Verfügbarkeit der Montagelinie natürlich deutlich erhöht“, unterstreicht Josef Seidl, Leiter Elektrotechnik und Automation bei Weber. „Neue oder zusätzliche Bilder sind bei Bedarf rasch erstellt und implementiert und liefern dem Bediener mit weniger Aufwand sehr viel mehr Information als bisher.“
Berührungslos arbeitendes Ident-System unterstützt die Bedienerführung
Unterstützt wird die Bedienerführung außerdem durch ein berührungslos arbeitendes Identsystem Moby I von Siemens mit je einem mobilen Datenspeicher (MDS) an jedem Werkstückträger. Ein Schreib /Lesegerät an jeder Station erfasst die auf den MDS enthaltenen Informationen zur Anzeige der spezifischen Montageschritte und schreibt im Gegenzug die Daten der ausgeführten Schritte zurück.
Falls an einer Station keine Arbeiten erforderlich sind, wird der Werkstückträger automatisch zur nächsten Station weitertransportiert. Auf diese einfache Weise lassen sich sämtliche Arbeitsschritte lückenlos dokumentieren und bei Bedarf auch lokal auf der Speicherkarte des Panel PC 477B archivieren. Für Anwendungen, die einen Datentransfer an überlagerte Systeme zur gesicherten Rückverfolgbarkeit erfordern, kann außerdem eine der integrierten Ethernet-Schnittstellen des Rechners genutzt werden.
Ein-/Ausgabemodule ermöglichen Zykluszeiten von einer Millisekunde
Wo besonders hohe Performance, sprich viele Verschraubungen in kürzester Zeit gefordert sind, setzt Weber direkt auf dem Panel PC montierbare Ein /Ausgabemodule ein, so genannte Peripheriebaugruppen PC IO. Der direkte Zugriff ermöglicht Zykluszeiten von einer Millisekunde, was die Kommunikation wesentlich beschleunigt, sodass bereits bis zu 42 Verschraubungen in der Minute problemlos absolviert werden konnten.
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