Metall-Legierungsschaum

Eisen- und nickelbasierter Legierungsschaum für kostenoptimierte Dieselpartikelfilter

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Definierbare Abscheiderate durch unterschiedliche Porositäten

Angeboten wird der Metall-Legierungsschaum von Alantum standardmäßig in Porengrößen von 450, 580, 800 und 1200 µm mit Materialdichten von 0,695, 0,581, 0,448 und 0,351 g/cm3, andere Porositäten und Dichten sind auf Anfrage lieferbar. Das 100 Prozent offenporige Substrat verfügt über eine sehr durchlässige Struktur mit großer spezifischer Oberfläche, an der sich die Partikel ablagern. Abhängig von der Anzahl der Schaumlagen und deren Porosität lässt sich die Partikelabscheiderate im Bereich zwischen 50 und 80 Prozent, in speziellen Fällen bis 90 Prozent, bedarfsgerecht festlegen. Blow-off-Effekte treten hier im Vergleich zu Nebenstromfiltern nicht auf. Da der Legierungsschaum ausschließlich aus Metallen besteht und keinerlei umweltgefährdende Stoffe enthält, lässt er sich problemlos recyceln.

Einfache Regeneration durch DPF/DOC-Integration

Geht es um die Regeneration des DPF bietet der Metall-Legierungsschaum sowohl beim passiven als auch aktiven Verfahren Vorteile. So sorgen die hohe Temperaturbeständigkeit und Wärmeleitfähigkeit des Substrats bei der aktiven Regeneration dafür, dass auch Temperaturspitzen nicht zu Problemen führen. Da der Werkstoff außerdem induktiv erwärmbar ist, lässt sich die Regeneration beispielsweise bei Off-Road-Fahrzeugen, Diesellokomotiven und stationären Dieselmotoren berührungslos durchführen. Entsteht bei der Regeneration Asche, beispielsweise durch Additive, kann diese einfach und umweltverträglich mit Wasser ausgewaschen werden.

Für die passive Regeneration lässt sich in den DPF ein Dieseloxidationskatalysator (DOC) integrieren. „In diesem Fall werden eine oder mehrere Lagen des Schaums mit einem Washcoat beschichtet“, beschreibt Blume. Die gegenüber herkömmlichen Substraten deutlich größere spezifische Oberfläche des Metallschaums und die hohe Turbulenz des Gasstromes ermöglichen dabei eine signifikante Einsparung an Edelmetall. Je nach Auslegung des DPF ermöglicht der Einsatz des Metall-Legierungssubstrats Kosteneinsparungen bis zu 10 Prozent.

Zertifizierte DPF-Systeme bereits im Einsatz

In den Niederlanden wird ein zertifiziertes DPF-System mit dem Metall-Legierungsschaum von Alantum seit Ende 2007 genutzt, um die Schadstoffklasse von LKWs von EURO II auf EURO III zu reduzieren. In Korea sind seit Ende 2006 verschiedene, zertifizierte DPF-Systeme auf dem Markt, die sowohl bei PKWs als auch bei Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommen. Die Produktion des Substrats erfolgt bei der Alantum Europe GmbH im bayerischen Sauerlach. An diesem Standort verfügt das Unternehmen auch über die Kapazitäten für Prototyping, Material-, Prozess- und Produktionsentwicklung. Ein Werk für die Großserienproduktion wird im Frühjahr 2010 in Korea in Betrieb genommen.

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