Ausgleichseinheiten Einstellbare Ausgleichseinheiten arbeiten ohne Pneumatik

Redakteur: Ute Drescher

Die Ausgleichseinheit AGE-F von Schunk gleicht je nach Baugröße planare Versatze zwischen ± 1,5 mm und ± 5 mm aus, ohne dass Werkstücke verdreht oder verkantet werden. Mit Hilfe von

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Die Ausgleichseinheit AGE-F von Schunk gleicht je nach Baugröße planare Versatze zwischen ± 1,5 mm und ± 5 mm aus, ohne dass Werkstücke verdreht oder verkantet werden. Mit Hilfe von drei unterschiedlichen Federn pro Baugröße lässt sich die Nachgiebigkeit der Einheit definieren. Per Stellschraube werden die Federn vorgespannt und die Kraft feinjustiert. So lässt sich die Einheit flexibel an unterschiedliche Anwendungen anpassen – ein wesentlicher Vorteil gegenüber pneumatischen Ausgleichseinheiten, die in der Regel nur weich oder starr geschaltet werden können.

Ausgleichseinheit kommt ohne Pneumatikelemente aus

Da die AGE-F rein mechanisch arbeitet und ohne Pneumatikelemente auskommt, baut sie sehr flach und eignet sich besonders für Einsätze in beengten Bauräumen. Statt mit Gleitführung ist sie mit einer leichtgängigen Rollenführung ausgestattet. Das ermöglicht den Einsatz längerer Greiferfinger und einen rund doppelt so hohen Aufbau. Aufgrund der Rollenführung arbeitet die Einheit zudem dauerhaft präzise. Sie kompensiert selbst kleine Ausgleichskräfte ohne Stick-Slip Effekte. Federbetätigte Rückstellkolben zentrieren die Einheit vollautomatisch mit einer Wiederholgenauigkeit von 0,003 mm. Zur Befestigung am Roboter verfügt die AGE-F über ein ISO-Flanschbild.

Die Einheiten PGN-plus und PZN-plus können auch direkt angeschraubt werden. Zwei teachbare magnetische Näherungsschalter ermöglichen bei der AGE-F die Abfrage der X- und Y-Auslenkung an jeweils zwei Positionen.

Ausgleich in drei Richtungen mit Elastomer-Elementen

Bei der Ausgleichseinheit TCU sind die Grundplatten über Elastomer-Elemente miteinander verbunden. Sie kann in X-, Y- und Z-Richtung ausgleichen, Winkelfehler korrigieren und einen Rotationsausgleich bewirken. Mit Hilfe einer optionalen pneumatischen Verriegelung lässt sich die Ausgleichseinheit auch starr schalten. So wird zuverlässig verhindert, dass Werkzeug oder Greifer beim Verfahren des Roboterarms in Schwingung geraten.

Die Kompensationseinheit TCU ist für die Schunk-Greifer PGN-plus und PZN-plus sowie JGP und JGZ konzipiert. Die Ausgleichswege in X/Y/Z-Richtung betragen je nach Baugröße 0,4 bis 1 mm, die Ausgleichswinkel liegen zwischen 1 und 3°.

Fest definierter Ausgleich mit stabiler Klemmung

Um Werkstücken bei gleichbleibenden Positionspunkten präzise und schnell zu montieren, zu palettieren oder einzulegen, lässt sich die neue Ausgleichs- und Ausrichteeinheit AGE-K nutzen. Bei dieser Einheit werden die Positionen mechanisch über einen Spindeltrieb eingestellt und anschließend über eine Klemmung fixieren. Ohne zu schwanken oder zurückzufedern verfährt die Einheit stabil zur definierten Position.

Der Ausgleichshub beträgt je nach Baugröße in X- und Y-Richtung +/-4 bzw. +/-5 mm. Leichtgängige Kreuzrollenführungen gewährleisten auch hier, dass die Ausgleichseinheit dauerhaft präzise funktioniert. Per ISO-Flanschbild lässt sich die Einheit am Roboter befestigt. Greifer der Baureihen PGN-plus 64 bis 125 und PZN-plus 64 bis 125 können direkt angebaut werden.

Automatica 2010, Halle B1, Stand 103

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