Antriebstechnik Einsatz von Rollenketten in der Antriebstechnik
Die meisten Produkte, die wir im täglichen Leben verwenden, sind bei der Verarbeitung über eine Kette gelaufen, denn Rollenketten werden in einer Vielzahl von industriellen Anwendungen eingesetzt. Iwis Antriebssysteme zeigt deren Einsatzgebiete und Vorteile auf.
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In der Antriebstechnik und Fördertechnik, in der Verpackungsindustrie, in der Lebensmittel- und Getränkeverarbeitung, in der Elektroindustrie, bei der Holz-, Glas und Keramikverarbeitung, in der Medizintechnik, in Landmaschinen, in der Druckindustrie, bei der Tuben- und Dosenherstellung oder in der Automobilindustrie - überall kommen Ketten zum Einsatz.
Rollenketten als zuverlässiges Antriebselement
In der Gruppe der Antriebselemente zur Drehmomenten- und Leistungsübertragung nimmt der Kettentrieb eine besondere Stellung ein. Sein großer Vorteil ist die konstante Drehzahlzuordnung vom treibenden zum getriebenen Wellenstrang. So sind sie auch im Vergleich zu anderen Übertragungselementen im Vorteil: Zahnrädern können nur kürzere Distanzen überbrücken, da sie bei langen Strecken einen geringeren Wirkungsgrad hat. Außerdem besteht bei ruckartigen Belastungen die Gefahr, dass durch die hohe Krafteinwirkung ein ein Zahn abbrechen kann. Bei Riemenantrieben ist die geringere Steifigkeit und Zugfestigkeit von Nachteil.
Hoher Wirkungsgrad, lange Lebensdauer, großer Leistungs- und Drehzahlbereich, beliebiger Wellenabstand und vielfältige Übersetzungsverhältnisse sind ausschlaggebend für den Einsatz von Rollenketten als Antriebselement. Hohe Belastbarkeit und Steifigkeit, geringe Verschleißlängung und hohe Dauerfestigkeit vervollständigen dieses Bild. Beim Einsatz von Rollenketten treten geringe Lagerbelastungen auf. Helmut Spell, Branchenmanager Antriebssysteme bei Iwis weiß, dass die raumsparende Bauweise, die einfache Montage und die geringen Wartungskosten die Kette auch zu einem wirtschaftlich interessanten Maschinenelement machen. „Im hochwertigen Maschinenbau sind Rollenketten als Transportmittel nicht mehr wegzudenken“ ist er sich sicher, denn sie übernehmen hochgenaue Positionieraufgaben, garantieren exakten Parallellauf und hohe Steifigkeit und laufen - bei guter Wartung - zuverlässig über viele Jahre.
Eine Frage der Kraftübertragung: Einfach- oder Mehrfachketten
Der Einsatz von Ketten ist antriebsunabhängig: Sie können also sowohl bei Elektromotoren wie auch bei Verbrennungsmotoren eingesetzt werden.
Ist eine konkrete Anwendung definiert, lassen sich aus dem Iwis-Sortiment die entsprechenden Ketten finden. Bei allen DIN-Ketten gibt es standardmäßig neben den Einfachketten auch zweifache und dreifache Ketten. Sobald die Übertragung eines gegebenen Drehmoments mit einer Einfachkette bei einem bestimmten maximalen Kettenraddurchmesser zu einer Zähnezahl weniger 15 führen würde, empfiehlt es sich auf eine Mehrfachkette überzugehen. Bei gleichem Kettenraddurchmesser ergeben sich dadurch größere Zähnezahlen. Mehrfachketten mit kleinerer Teilung als die Einfachketten müssen auch dann vorgesehen werden, wenn letztere ihre höchste zulässige Kettengeschwindigkeit überschreiten.
Aus Gründen der Dauerfestigkeit empfiehlt es sich zwar nicht, über Dreifachketten hinauszugehen, doch werden für Sonderanwendungen und Spezialmaschinen auch vier- oder fünffache Ketten eingesetzt. Sie sind für größere Kräfte geeignet und weisen höhere Bruchkräfte auf.
Um unterschiedliche Kräfte und Drehmomente zu übertragen liefert Iwisflexon Kettengrößen von 6 mm Teilung bis 4 Zoll Teilung; für Sonderfälle sind auch größere erhältlich, denn die Kettengröße wird immer den Anforderungen angepasst. Ebenso kann die Bauform der Kette je nach Anforderung variiert werden. Als Faustformel, nach der eine Kette verschleißtechnisch gut ausgelegt ist, kann eine siebenfache statische Sicherheit angenommen werden.
Wenn die Standardausführung nicht ausreichend ist
Im Normalfall werden die Ketten aus Einsatzstählen und Vergütungsstählen gefertigt. Alle Kettenteile sind überlicherweise gehärtet. Bei Standard-Stahlketten besteht der Korrosionsschutz im Schmiermittel, das aufgetragen wird. Eine weitere Möglichkeit ist, die Kette mit Nickel zu beschichten. Für Feuchtraumbedingungen oder in der Lebensmittelindustrie werden korrosionsbeständige Sonderketten und Sonderteile aus Edelstählen und hochlegierten Sonderstählen (Chromstahl) verwendet.
Auch wenn hohe Genauigkeit gefordert ist, kann die Standard-Kette die Anforderungen nicht erfüllen. Qualitätsunterschiede machen sich bei Ketten vor allem in der Verschleißfestigkeit, der Präzision und der Dauerfestigkeit bemerkbar. In Präzisionsmaschinen, wie Druck- und Verpackungsmaschinen, sind deshalb qualitativ hochwertige Ketten nötig, während in der einfachen Fördertechnik oder in Landmaschinen oft mittlere Qualität ausreicht. Standardqualität findet Einsart in einfachen Kettentrieben, wie beispielsweise in einfachen Antrieben in der Landwirtschaft oder in der Bauindustrie sowie bei sehr langsam laufenden Förderanlagen mit geringer Belastung.
Vom Systemanbieter: Antriebslösungen aus einer Hand
Iwis ist darauf bedacht und technisch dafür ausgerüstet, dem Kunden komplette Antriebslösungen aus einer Hand zu bieten. Deshalb sind neben den unterschiedlichen Ketten auch Kettenspanner, Kettenräder, Kettenführungen und Nachschmierstoffe erhältlich. Die Palette der Kettenräder reicht von Standardausführungen bis zu Spezialkettenrädern aus spezielle Materialien. Auch Kettenradmodifikation (Innendurchmesser bohren, nuten oder Gewindebohrungen) kann für den Kunden durchgeführt werden.
Nicht nur die Produkte, auch die Auslegung der Anlagen können von der Berechnungsabteilung bei Iwis betreut werden. Möchte der Konstrukteur des Kunden die Kettenauslegung eigenständig vornehmen, stellt Iwis ein Kettenberechnungsprogramm zur Verfügung.
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