Steckverbinder

Eine saubere Sache für optische Steckverbinder

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Zur Inbetriebnahme müssen lediglich die Schutzkappen von Steckverbinder und Aufnahme am Gehäuse entfernt werden. Dann kann der Pushpull SFP mit nur einem sicheren Handgriff schnell und sicher verbunden werden. Die schnelle und korrekte Montage wird zusätzlich durch eine farblich eindeutige Kodierung gewährleistet. Diese ist in verschiedenen Farben erhältlich und kann einfach und schnell verschiedene zusammengehörige Anschlüsse und Steckverbinder kennzeichnen.

Staub- und wasserdichte Verbindung herstellen

Die endgültige Steckposition wird durch ein deutliches akustisches und haptisches Feedback, durch das Vorschnappen des Verriegelungselementes signalisiert. Ein „Clack“ und der Anwender hat die Sicherheit, dass die Verbindung staub- und wasserdicht hergestellt ist.

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Im gesteckten Zustand weist der XS SFP im Gegensatz zu anderen Glasfasersteckverbindern ein deutlich kürzeres Gehäusemaß auf. Dies spart Gewicht und unnötig große Gehäuse der Applikation. Durch das wirklich einfache Stecken und Ziehen ist der Pushpull absolut schnell und sicher im Handling und stellt taktil und akustisch immer den sicheren Anschluss und die Abdichtung gegen Fremdkörper und Feuchtigkeit sicher. Durch den kompakten quadratischen Gehäusequerschnitt sind auch hohe Packungsdichten mehrerer Verbindungen auf Gehäusen ohne weiteres möglich.

Neben den beschriebenen Vorteilen bei der optischen Übertragung bringt der Pushpull XS einen weiteren Vorteil mit sich. Aufgrund des großen Längenausgleichs können sowohl optische als auch elektrische Transceiver im gleichen SFP Schacht verwendet werden. Dies gibt dem Anwender selbst die Möglichkeit zu entscheiden, ob eine klassische, kupferbasierte Verkabelung genutzt oder ob auf eine zukunftssichere und hochperformante optische Verkabelung gesetzt werden soll.

Lichtwellenleiter kommen ursprünglich aus dem Bereich der Telekommunikation. Hier sind hohe Übertragungsraten über große Entfernungen schon länger notwendig. Durch die gegenwärtige Digitalisierung nahezu aller Bereiche des Alltags und der Produktion von Wirtschaftsgütern werden diese Anforderungen auch mehr und mehr in andere Anwendungen verlagert. Durch seine Eigenschaften eignet sich der XS SFP besonders gut für Anwendungen in der Prozessindustrie wie Raffinerien, großen Chemiewerken oder Bergbauanlagen. Hier spielt die hochauflösende, kameragestützte Prozessüberwachung über Ethernet-Netzwerke eine immer größere Rolle.

Optische Übertragungen im Braunkohletagebau möglich

In Deutschlands Westen kommen beispielsweise im Braunkohletagebau riesige Bagger zum Einsatz, deren Größe für eine zuverlässige Ethernet-Übertragung via Kupferkabel problematisch ist. Doch auch hier wird eine hochauflösende, kameragestützte Prozessüberwachung möglich, die aufgrund der Leitungslängen für optische Übertragungen prädestiniert ist. Anlagenbetreiber haben so stets die Möglichkeit, ein mobiles Abbaugerät in dieser Größenordnung mit neuester Kameratechnik zu überwachen. Ethernet und Glasfasern machen hochauflösende Bilder in Echtzeit möglich. Im untertägigen Abbau von Steinkohle wird die Prozessüberwachung von Fördermaschinen in Echtzeit ebenso immer weiter vorangetrieben. Dazu müssen Erfassungsgeräte unter der Erde mit der Zentrale an der Oberfläche verbunden werden. Auch diese Fördermengenmessung und Erfassung von Fahrzeugen geschieht über Ethernet und bedarf langer Übertragungsstrecken mit hoher Bandbreite. Gerade untertage herrschen die gleichen harschen Arbeitsbedingungen für den Anschluss der Datentechnik unter staubigen Bedingungen. Im Bergbau, sowohl übertage als auch untertage, kann der neue Pushpull seinen Schutz der optischen Kontakte und seine Robustheit voll ausspielen. Eine unkomplizierte Lösung für die optische Ethernet-Verkabelung unter den widrigsten Bedingungen. (sh)

* Jonas Diekmann ist Technical Editor bei der HARTING Electronics GmbH in Espelkamp

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