Industrielle Messtechnik

Ein offenes Ohr für Kolbenqualität

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Einfache physikalische Messungen reichen nicht aus

Zwischen tatsächlichem Schallereignis und subjektivem Hörempfinden treten je nach Frequenz starke Unterschiede auf. Darüber hinaus haben zeitlicher Verlauf sowie die Frequenzbandbreite einen Einfluss auf die Wahrnehmung. Um die Lautstärke dennoch quantifizieren zu können, wird klassischerweise der, meist A-bewertete, Schalldruckpegel angegeben. Dieser entspricht zwar in etwa dem proportionalen Lautstärkeverhältnis, wie es auch das menschliche Ohr wahrnimmt, gibt aber keine Auskunft darüber, wie das Geräusch subjektiv empfunden wird. Leisere, das Hörerleben beeinflussende Geräuschkomponenten werden vom Schalldruckpegel ebenfalls nicht erfasst.

Psychoakustische Größen wie Lautheit, Schärfe oder Rauhigkeit bilden schon stärker das Hörereignis ab, da bei deren Ermittlung Faktoren wie Maskierungseffekte oder Modulationen berücksichtigt werden. Allerdings müssen diese Bewertungen in aufwändigen Hörtests ermittelt oder mit auf diesen Hörtests basierenden komplexen Algorithmen errechnet werden. Für eine absolute Qualitätsbeurteilung sind die psychoakustischen Größen allein jedoch nicht geeignet, da sie individuell und situationsabhängig von den Probanden unterschiedlich bewertet werden.

Um die physikalischen Eigenschaften eines Geräuschs mit der Hörempfindung in eine verifizierbare Beziehung zu setzen, bedarf es daher eines Werkzeugs, das das Hörerlebnis realistisch abbildet und gleichzeitig eine objektive technische Analyse erlaubt. Für die Beurteilung der Tonalität und der zeitlichen Feinstruktur eines Geräuschs haben die Physiker bei Soundtec für diesen Zweck ein innovatives Verfahren entwickelt und in siVision integriert, das ein Modell des menschlichen Gehörs sowie neuartige nichtlineare Filtertechniken verwendet. (Mehr Infos lesen Sie auf den kommenden Seiten)

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