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Weniger Aufwand, weniger Fehler
An einem realen Kundenprojekt zur Oberflächenbeschichtung von Bade- und Duschwannen eines großen Herstellers setzte Rippert erstmals den neuen Workflow in der Praxis ein: Die Anlage wurde in drei Linien mit bis zu acht Kabinen aufgebaut. Da jede Kabine gleich konstruiert ist, konnte deren funktionelle Struktur in EB einfach gespiegelt werden. Dazu wurde die Steuerung dezentral aufgebaut, also alle Sensoren und Aktoren wurden auf eine dezentrale Peripherie geführt.
Mit dem einmaligen Struktur-Aufbau ließen sich alle weiteren Kabinen einer Linie einfach kopieren. Und anschließend brauchten mit Hilfe der ersten Linie die anderen beiden ebenfalls nur noch kopiert zu werden. Dabei blieb die gesamte E/A-Ebene für jede Linie gleich, nur die IP-Adresse der einzelnen Linien-Prozessoren ist individuell. Schließlich wurde dann das R&I-Schema um die Messstellenbezeichnungen und Betriebsmittelkennzeichnungen erweitert.
Funktionelle Gesamt-Struktur erleichtert das Engineering
Die Materialstückliste ist mit Hilfe eines Zubehör-Assistenten sehr detailliert geführt. Das ist für die Engineering-Profis wichtig, da bei Rippert auch die Schaltgerätekombinationen selbst gefertigt werden. Das Mengengerüst der Stücklisten wird dann ins ERP-System übertragen.
Übereinstimmend stellten alle Beteiligten bei Rippert fest, dass das Bilden von wiederverwendbaren Baugruppen zu einer funktionellen Gesamt-Struktur das Engineering deutlich erleichtert und beschleunigt. Gleichzeitig minimieren sich Fehler und Abspracheaufwände erheblich.
Konsequenter Schnitt
„Wir haben einen kompletten und konsequenten Schnitt gemacht bei der Einführung des neuen Systems. Das heißt, dass wir für Altprojekte noch das Vorgänger-Tool verwenden, aber alles Neue mit Engineering Base projektieren“, erklärt Thomas Quante. Dabei leitet Rippert die neuen Standards aus bereits bestehenden Projekten ab. Vor dem Ablegen dieser Standards in EBs Datenbank werden die Teilschaltungen und Funktionsbaugruppen aber immer noch einmal überprüft. So können sich die Nutzer immer auch auf einen hohen Qualitätsstandard verlassen.
Zukunftsfähig
Zurzeit arbeiten die Ingenieure an der Verknüpfung von EB mit dem ebenfalls neuen ERP-System. Ziel ist es, bei notwendigen Anpassungen schnell übergreifend reagieren zu können und die Datenkonsistenz jederzeit zu sichern. Zur Anpassung der EB-Gerätestammdaten an die ERP-Datenbank wurden zusätzliche Attribute für Materialtypen erarbeitet. Auf diese Weise bleibt die Suchstruktur in beiden Systemen übersichtlich.
Nach und nach wird Ripperts MSR-Abteilung nun das neue System auf ihre ganz individuellen Bedürfnisse einstellen. Mit dem Wissen um die Möglichkeiten von Engineering Base wollen die MSR-Experten das Optimum für sich herausziehen. „EBs Flexibilität ist offen für weitere Wünsche und Anforderungen von unserer Seite, also auch längerfristig zukunftsfähig. Seine Durchgängigkeit ist heute schon außerordentlich“, so Thomas Quantes Fazit. (mz)
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