Kabeldurchführung

Durchführen, fertig, los

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Hohe Packungsdichte auf engstem Raum

Hinter dem Metallrahmen ist ein Tüllenblock aus TPE angebracht. Die Tüllen fixieren die Kabel, die so zugentlastet werden und laut Hersteller selbst bei extrem hohen mechanischen Belastungen nicht ausreißen können. Die Montage des Rahmens inklusive des Tüllenblocks erfolgt horizontal von vorne, was ebenfalls die Montagezeit verkürzt und vor allem beim Nachrüsten und Reparieren von konfektionierten Leitungen von Vorteil sein soll. Auf engstem Raum können mit der KDL/H 24 bis zu 48 Leitungen durchgeführt werden. Unterschiedliche Tüllenvarianten mit Klemmbereichen von 2 mm bis 22 mm sorgen auch bei diesem System für Flexibilität bei einer hohen Packungsdichte.

Die hohe Packungsdichte ist im Vergleich zu einzelnen Kabelverschraubungen ein klarer Vorteil von Kabeldurchführungsplatten und -systemen. Auch die Icotek GmbH hat eine breite Palette an Kabeldurchführungsplatten im Portfolio, die sich zur Einführung von bis zu 50 Standardleitungen eignen. Die KEL-DP ist beispielsweise eine Baureihe, die werkzeuglos auf Blechstärken von 1,5 mm bis 4 mm aufgerastet werden kann. Sie passt auf Standardnormausbrüche und ist in runden, eckigen und besonders schmalen Bauformen erhältlich. So ist auch die KEL-DP schnell und einfach montiert und in der Bestückung flexibel. Beliebige Kombinationen und Leitungsdurchmesser bis 22,5 mm können eingeführt werden. Zur Bestückung durchstößt der Anwender die Membran und schiebt die Leitung durch.

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Doppelte Membrandichtung

Das Kabeleinführungssystem CES Multigates der Phoenix Contact GmbH und Co. KG eignet sich für Kabel mit 5 mm bis 60 mm Durchmesser. Auch hier sollen unterschiedliche Modelle sicherstellen, dass die Kabel variabel kombiniert werden können und die Verkabelung damit wenig Zeit und Platz in Anspruch nimmt. Bis zu 37 Leitungen können installiert werden. Sicher und robust ist das System aufgrund einer doppelten Membrandichtung, der Schutzart IP 66/67 und der Beständigkeit bei Temperaturen von –40 °C bis 100 °C. Es erreicht – wie die Systeme von Wiska und Murrplastik – die Brandklasse UL94 V0. Phoenix Contact hat CES Multigates für unkonfektionierte Kabel entwickelt. Für vorkonfektionierte Kabel gibt es das System CES.

Die Kabelmehrfacheinführung Skintop Multi der U.I. Lapp GmbH soll ebenfalls eine sichere Kabeleinführung gewährleisten. Lapp verspricht große Klemmbereiche aufgrund der verwendeten Geltechnologie, eine hohe Schutzart sowie eine optimale Zugentlastung am gesamten Kabelbündel. Zudem soll sich Skintop Multi durch eine kompakte Bauweise und platzsparende Anordnung am Schaltschrank auszeichnen. Aufgrund der Mehrfacheinführung kann der Monteur bei diesem System bis zu 22 Rundleitungen mit unterschiedlichem Durchmesser sowie AS-I-Leitungen durch die elastische Gelmembran durchstechen. Dabei verspricht der Hersteller auch hier eine einfache, schnelle und flexible Handhabung.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Redakteurin, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht