Drucklufterzeugung

Druckluft im Dienste der Musik

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Konzert für 128 Drucklufthörner

Die ambitionierten Projekte von Christof Schläger sind weltweit gefragt, u.a. in Schanghai, Helsinki und in Krakau, wo er am Weichselufer mit „Gegen den Strom“ ein Konzert auf zwei Booten mit 100 Schiffshörnern aufführte. Aktuell arbeitet der Künstler zum Beispiel an Kompositionen für ein neues Instrument mit insgesamt 128 chromatisch gestimmten Drucklufthörnern.

Bisher musste der Künstler seine Konzerte so „ökonomisch“ gestalten, dass ein bestimmter Druckluftbedarf nicht überschritten wurde. Denn für die Drucklufterzeugung nutzt er mehrere kleinere Rotationsverdichter von Hydrovane, die er nach und nach als Gebrauchtgeräte erworben hat.

Mehr Luft für die Tonkunst

Seit Kurzem gilt diese Einschränkung nicht mehr, weil CompAir dem Künstler einen Schraubenkompressor vom Typ L 07 RS mit drehzahlgeregeltem 7,5 kW-Antrieb zur Verfügung stellte (Bild 5). Der Verdichter liefert bis zu 1,26 m3 Druckluft pro Minute – das ist mehr als genug, um ein ganzes Druckluft-Orchester mit Energie zu versorgen.

Der drehzahlgeregelte Antrieb war ein Wunsch von Christof Schläger. Dabei stand weniger die Energieeinsparung im Vordergrund – die Maschine kommt nicht auf hohe Stundenzahlen, weil sie nur während der Proben und der Aufführung arbeitet. Wichtiger ist das geringe Geräuschniveau. Schließlich soll kein Kompressoren Geräusch den Kunstgenuss trüben. Diese Voraussetzung bringt der L 07 RS mit, drehzahlgeregelte Version läuft beim Abruf von 70% der Nennleistung um ganze 7 dB leiser als der L 07 mit Festdrehzahl.

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Der neue Kompressor kam zum ersten Mal im September 2015 zum Einsatz. Zum Abschluss des 300. Stadtgeburtstages von Karlsruhe führte Christof Schläger in Zusammenarbeit mit einem Pyrotechniker ein neues Stück im Schlosspark auf – als krönenden Abschluss einer Serie von Veranstaltungen auf dem weitläufigen Schlossgelände. (qui)

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