Kompressor

Drehzahlgeregelte Kompressoren gewinnen Energie zurück

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In zwei Wochen zur neuen Lösung

„Die ganze Umrüstung musste in den Betriebsferien erfolgen“, erinnert sich Steckmeier. „Das heißt, wir hatten dafür nur zwei Wochen Zeit.“ Die ALMIG-Mitarbeiter demontierten in dieser Zeit die alte Anlage sowie die nicht mehr benötigten Rohrleitungen und Lüftungskanäle, stellten die Neugeräte auf, lieferten und installierten neue Rohrleitungen, passten die Lüftungskanäle an und kümmerten sich um die Be- und Entlüftungsanlage. Die alte Kolbenkompressoranlage versorgte während den Arbeiten den Restbetrieb.

Im Verlauf des Projekts machte ALMIG verschiedene Nachmessungen. „Zu Beginn des Projekts hatten wir anhand eines festgelegten Verbrauchsprofils eine Druckluftkennzahl von 1,989 Cent pro Kubikmeter Druckluft mit den Anlagen ermittelt. Bei der Vergleichsmessung hatte sich das Verbrauchsprofil jedoch verändert, zu unseren Ungunsten“, sagt Steckmeier. Das alte Verbrauchsprofil beinhaltete eine sehr ausgeprägte Phase mit mittlerer Leistung. In der Vergleichsmessung mit den Neuanlagen gab es in der Tagschicht plötzlich eine starke und eine kurze Starklastphase und in der Nachtschicht einen sehr geringen Mindestverbrauch. „Trotzdem ist es uns gelungen, die Energiekosten, also die Druckluftkennzahl auf 1,286 Cent pro Kubikmeter zu senken“, freut sich Steckmeier. Denn das neue System minimiert Leckage- und Ablassverluste. Außerdem wurde der Prozess optimiert. Obwohl nun der Zeitraum der Schwachlastphase ausgeprägter ist, und die Kompressoren nicht im optimalen Betriebspunkt laufen, wirkt sich das auf die Gesamtenergiebilanz nicht negativ aus.

In zweieinhalb Jahren amortisiert

Die Kellerei hat nun durch die neuen Kompressoren eine Energieeinsparung von rund 23.000 Euro. Durch die Wärmerückgewinnung lassen sich weitere 11.000 Euro einsparen. Die Gesamtinvestition lag bei etwa 80.000 Euro. Mit der Stromkostenersparnis und der Wärmerückgewinnung haben sich die neuen Kompressoren in weniger als zweieinhalb Jahren amortisiert. Dazu kommt, dass die Wartungskosten gegenüber den Altanlagen wesentlich geringer sind. Wartungen für Keilriemen entfallen. Außerdem haben die neuen Anlagen außen liegende Ölabscheidepatronen. Das macht größere Montagearbeiten an den Ölbehälterdeckeln überflüssig.

Das normale Wartungsintervall für diese Kompressoren liegt bei 4.000 Betriebsstunden. Von Haus aus sind die Steuerungen mit einem Bilanzierungs-Monitoring-System ausgestattet. Service-Techniker, aber auch die Langguth-Erben-Mitarbeiter, können das Laufverhalten der letzten Betriebstage oder der letzten Betriebswoche ablesen und daraus erkennen, wie stark der Kompressor ausgelastet ist und ob noch Reserven vorhanden sind. „Stellen wir fest, dass sich das Betriebsverhalten erheblich verändert hat, kann Langguth Erben sofort flexibel reagieren.“, sagt Steckmeier.

(qui)

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