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Bequemes Schrauben auf engstem Raum - per Knopfdruck
Einzig die Reparaturanfälligkeit dieses ersten Hydraulikschraubers trübte die Freude. Der Umstieg auf ein ausgereiftes Rapid-Torc-Modell von Atlas Copco löste auch dieses Problem: Nun zieht ein Hydraulikschrauber des Typs RT-1 die Drehkranzschrauben an - und alle Schwierigkeiten sind beseitigt. Das Werkzeug sei so klein, dass die Monteure es ohne Einschränkungen an jeder Stelle des Drehkranzes auf die Schrauben setzen könnten, betont Gantner. Anstatt sich auf knappem Raum mit meterlangen Verlängerungsstangen am Drehmomentschlüssel zu quälen, genüge nun ein Knopfdruck.
Betätigt ein Monteur die Taster auf seiner Fernsteuerung, gelangt über einen Hochdruckschlauch Hydrauliköl in das kraftvolle Schraubgerät. Dort treibt das Öl den Zylinder eines Hydraulikmechanismus an, der über eine Stecknuss die Schrauben bis zum Erreichen des gewünschten Drehmoments anzieht. "Der aufgebrachte Druck ist unsere Messgröße für das erreichte Drehmoment, und so weiß der Bediener sofort, wann das Zieldrehmoment erreicht ist", erläutert Roman Gantner.
Ohne Reaktionsmomente sanft und exakt montieren
Der Blick in die Drucktabelle des Rapid-Torc-Schraubers bestätigt das: 193 bar bedeuten 528 Newtonmeter. Damit sind die M20er-Schrauben perfekt angezogen. Bei 248 bar erreicht der RT-1 schließlich 678 Nm, das korrekte Anzugsmoment für die dicken M22er-Bolzen. Sein Leistungsende hat das Gerät damit aber noch nicht erreicht. 1817 Nm Drehmoment sind mit dem RT-1 laut Atlas Copco Tools möglich. Das Rapid-Torc-Angebot umfasst weitere Modelle für Drehmomente bis über 70000 Nm. Die eignen sich etwa für Montagen an Windkraftanlagen, für Flanschverschraubungen in Raffinerien, Chemieanlagen oder in der Schwerindustrie.
Gegenhalter bereits integriert – Momentenstütze ade
Doch zurück in die Volvo-Fertigung. In den kompakten RT-1-Schrauber ist bereits ein Gegenhalter integriert, der sich am zu montierenden Bauteil abstützt. Diese platzsparende Lösung fängt alle Reaktionsmomente sofort ab, ohne dass Momentenarme oder andere Drehmomentstützen erforderlich wären, die den Bediener stören könnten. "Auch aus diesem Grund war das leichte Werkzeug schnell bei den Kollegen beliebt", versichert Roman Gantner. An Ergonomie und Produktivität habe man gegenüber früher spürbar zugelegt, betont der Supervisor: "Durch sein vergleichsweise schnelles Schrauben, die gute Zugänglichkeit und seinen leisen, praktisch vibrationsfreien Betrieb wurde das neue Montagewerkzeug schon nach kurzer Zeit rundum akzeptiert." (jup)
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