Dosiersystem Dosiersystem für den Klebstoffauftrag in der Windflügel-Herstellung
Tartler hat für den Prototypenbau von Rotoren sowie für Versuchs- und Kleinserien ein flexibles Dosier- und Mischsystem mit 360°-Schwenkarm entwickelt.
Anbieter zum Thema
Das Dosieren, Mischen und Auftragen von Epoxydharzen und Polyurethanen zum Verkleben der Windflügel-Halbschalen und zum Einkleben innerer Stegstrukturen gehört bei der Herstellung von WEA-Rotorblättern zu den wichtigen Prozessschritten. Seit einigen Jahren schon bewähren sich hier die Dosier- und Mischsysteme von Tartler. Speziell für den Einsatz im Prototypen-Stadium sowie zur Fertigung von Versuchs- und Kleinserien realisierte das Unternehmen nun eine seiner neusten Drei-Komponenten-Applikationsanlagen: Ein mobiles, modulares Stand-alone-Komplettsystem mit langem 360°-Schwenkarm, der den Mischkopf aus einer Höhe von 4,5 Metern präzise über die Klebenähte einer Rotor-Halbschale führt. Mit der vielseitigen Systemlösung kann der Windflügel-Hersteller unter anderem Versuche zur Automation der Klebstoff-Applikation, zur Optimierung der Klebstoff-Rezeptur und zur Reduktion des Materialverbrauchs fahren.
Die neue Systemlösung trägt die Bezeichnung Nodopox 200 3K. Der über der Anlage angeordnete 360°-Schwenkarms verleiht dem statisch-dynamischen Präzisions-Mischkopf – einer Tartler-Entwicklung – eine Reichweite von bis zu sechs Metern! In der Spitze des Mischkopfs sorgen rotierende Einwegmischer aus Kunststoff für optimale Mischergebnisse. Die drei Komponenten (Harz und zwei Härter) werden aus normalen 200-Liter-Anliefergebinden (Blechfässer) bezogen. Beide Härter können unterschiedliche Aushärtezeiten haben und mit frei einstellbaren Topfzeiten gemischt werden. Die Nodopox 200 3K arbeitet mit einem maximalen Dosierdruck von 60 bar. Der Ausstoß liegt bei bis zu 20 Kilogramm Klebstoff in der Minute. Gesteuert wird das System mit einer Siemens SPS mit Touch Screen. Zudem verfügt die Nodopox 200 3K über eine automatische Durchflussmessung, eine Volumenstrom-Regelung und ein Fernwartungsmodul. Die komplette Anlage lässt sich per Flurförderzeug an den Rotor-Halbschalen entlang führen. (qui)
(ID:28510720)