IAA Transportation 2024 DLR zeigt neuartige Fahrzeugkonzepte

Quelle: DLR 3 min Lesedauer

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Auf der internationalen Messe für Logistik, Nutzfahrzeuge und den Transportsektor „IAA Transportation“ in Hannover zeigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) aktuelle Projekte und neuartige Fahrzeug-Prototypen, die in seine ganzheitliche Verkehrsforschung eingebettet sind.

Ob als On-demand-Shuttle, Hightech-Rufbus, als flexibles Verteilzentrum für Güter und Pakete oder als mobiles Verkaufsgeschäft – mit dem  Fahrzeugkonzept U-Shift bringt das DLR neuen Wind in die urbane Mobilität und Logistik von morgen. (Bild:  DLR)
Ob als On-demand-Shuttle, Hightech-Rufbus, als flexibles Verteilzentrum für Güter und Pakete oder als mobiles Verkaufsgeschäft – mit dem Fahrzeugkonzept U-Shift bringt das DLR neuen Wind in die urbane Mobilität und Logistik von morgen.
(Bild: DLR)

Vom 17. bis 22. September 2024 haben die Besucher des DLR-Stands (Halle 13, E67) die Möglichkeit, die Cargo-Variante des futuristischen Fahrzeugkonzepts U-Shift zu erleben. Außerdem gibt das DLR Einblick in seine Forschung zur funktionalen Sicherheit von autonomen Fahrzeugen und seinem Beitrag zum Aufbau einer europäischen Dateninfrastruktur unter anderem für zukunftsweisende Mobilitätsdienstleistungen.

Futuristisches Fahrzeugkonzept U-Shift: flexibel und modular für die letzten Meile

Mit dem neuartigen Fahrzeugkonzept „U-Shift“ bringt das DLR neuen Wind in die Logistik und die urbane Mobilität von morgen. Zentrales Merkmal des Konzepts ist die Trennung von Fahrzeug, dem U-förmigen Driveboard, und den kapselförmigen Aufbauten für den Transport von Gütern und die Beförderung von Personen.

  • Das Driveboard beinhaltet alle teuren technischen Komponenten und Systeme, um autonom, elektrisch und leise unterwegs zu sein. Für maximale Wirtschaftlichkeit ist es möglichst rund um die Uhr in Betrieb.
  • Die wesentlich günstiger zu fertigenden Kapseln lassen sich für eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten auslegen: zum Beispiel als flexibles Verteilzentrum für Güter und Pakte, als mobiles Verkaufsgeschäft oder als On-demand-Shuttle.

Zentrales Merkmal von U-Shift ist die Trennung von Fahrzeug, Driveboard genannt, und den kapselförmigen Aufbauten für den Personen oder Gütertransport.(Bild:  DLR)
Zentrales Merkmal von U-Shift ist die Trennung von Fahrzeug, Driveboard genannt, und den kapselförmigen Aufbauten für den Personen oder Gütertransport.
(Bild: DLR)

Damit vereint das U-Shift mehrere Anwendungszwecke geschickt, effizient und nachhaltig. Auf der IAA Transportation zeigt das DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte eine Cargo-Variante des U-Shift-Prototyps. Diese kann als Micro-Hub benutzt werden, der im Warenlager entsprechend bestückt und dann bei den Kunden nachts abgestellt wird. Das Be- und Entladen der Cargo-Kapsel erfolgt ebenerdig. Sie kann mit Europalletten oder Gitterrollwägen beladen werden und fasst insgesamt eine Zuladung von zwei Tonnen.

Sichere Updates für automotive Plattformen

Auch im Logistik- und Transportsektor spielen automatisierte Fahrfunktionen eine immer wichtigere Rolle. Die Fahrzeuge werden im Zuge dieser Entwicklung mehr und mehr zu „rollenden Computern“, die regelmäßige Updates benötigen. Fehler bei solchen Aktualisierungen führen heute schon zu hohen Kosten und aufwändigen Rückrufaktionen.

Sollen Updates in Zukunft im laufenden Betrieb eines autonomen Fahrzeugs erfolgen, stellt das noch wesentlich höhere Ansprüche: Denn sie müssen garantiert sicher funktionieren und zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt werden. Dazu hat das DLR einen Update-Prozess inklusive Referenzarchitektur für modulare Software-Updates entwickelt: Ein Update-Management-System prüft vorab, ob die Rechenplattform im Fahrzeug alle notwendigen Ressourcen für die Aktualisierung besitzt – also ob beispielsweise genug Rechenleistung und Speicherplatz zur Verfügung stehen. Ist das der Fall, wird die neue Funktion auf die Rechenplattform im Fahrzeug übertragen und dort installiert. Nach erfolgreicher Prüfung kann die Funktion dann in Betrieb genommen werden.

AMDEV-Bed: Das Modellfahrzeug fährt auf einem Rollenteststand in einer Simulationsumgebung, die ihm der Monitor vorgibt.(Bild:  DLR)
AMDEV-Bed: Das Modellfahrzeug fährt auf einem Rollenteststand in einer Simulationsumgebung, die ihm der Monitor vorgibt.
(Bild: DLR)

Auf der IAA Transportation zeigt das DLR-Institut für Systems Engineering für zukünftige Mobilität diese Entwicklung mit einem Modellfahrzeug im Maßstab 1:10. Es fährt auf einem Rollenteststand und ist mit einer Simulationsumgebung gekoppelt. Das Fahrzeug erhält ein Update der automatischen Fahrspurerkennung. Dieser Update-Prozess wird auf einem weiteren Monitor grafisch und interaktiv dargestellt.

Seminare zum Thema elektrische Antriebstechnik

Die zunehmende Elektrifizierung in Industrie und Fahrzeugbau erfordert fundiertes Fachwissen, um die Potenziale dieser neuen Technologien voll auszuschöpfen. Das Weiterbildungsangebot der Vogel Akademie bietet Ingenieuren und technischen Projektleitern eine wertvolle Gelegenheit, sich mit den neuesten Entwicklungen und Technologien im Bereich elektrischer Antriebssysteme vertraut zu machen. Interessierte haben die Möglichkeit, an offenen Terminen teilzunehmen oder das Seminar als Inhouse-Lösung zu buchen.

Weitere Infos & Termine

Base-X: Datenintegrationssystem für Mobilitätslösungen

In der europäischen Initiative „Gaia-X“ entwickeln Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung eine leistungs- und wettbewerbsfähige, sichere sowie vertrauenswürdige Dateninfrastruktur. In diesem Kontext liefert die Projektfamilie „Gaia-X 4 Future Mobility“ wissenschaftliche Grundlagen und praxisrelevante Anwendungen für die digitale Transformation des Verkehrssystems. Als Ergebnis soll ein Markt für digitale Angebote und Lösungen entstehen, die eine umweltschonende und effiziente Mobilität und Logistik unterstützen – zum Beispiel vernetzte Mobilitätsangebote mit mehr Qualität im öffentlichen Personennahverkehr sowie automatisierte Angebote für die letzte Meile.

Auf der IAA Transportation gibt das DLR-Institut für KI-Sicherheit einen Einblick in das zentrale Ergebnis dieser Projektfamilie: „BASE-X“ ist ein dezentrales Datenintegrationssystem. Es verbindet bestehende Daten- und Dienstinfrastrukturen nahtlos mit anderen offenen Datenökosystemen. Das erleichtert den Austausch und die gemeinsame Nutzung von Daten erheblich. Nutzende können selbstbestimmt, transparent, sicher und grenzüberschreitend Daten- und Dienste anbieten und nutzen. Base-X unterstützt damit die Industrie bei der Entwicklung interoperabler und skalierbarer Lösungen, fördert Innovationen und stärkt die Autonomie der Bürger.

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