3D-CAD-Software Digital Prototyping: Autodesk Inventor 2011 als Teil eines durchgängigen Datenflusses
Gute Aussichten: Kunden investieren wieder und Autodesk präsentiert in seinen neuen Produkt-Versionen viele neue Funktionen. Die mächtige Version Inventor 2011 integriert hilfreiche Tools für den Konstrukteur aus unterschiedlicher Autodesk-Software, wie Alias oder Vault.
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Sowohl wirtschaftlich als auch bei den Produkten sieht das Jahr für Autodesk vielversprechend aus. Wie Roland Zelles, Vice President und Geschäftsführer Central Europe, berichtete ist nach dem Krisenjahr 2009 nun spürbar, dass bei den Kunden wieder investiert wird – besonders in Deutschland. Deshalb erwartet Autodesk in Deutschland für das erste Quartal 2010 eine zweistellige Umsatzsteigerung.
Autodesk bietet durchgehende Digital Prototyping Tools an
Doch das Unternehmen will auch mit seinen neuen Produktversionen punkten. Für den Fachbereich Mechanik und Maschinenbau steht erneut das Thema Digital Prototyping im Vordergrund. Hier möchte Autodesk seinen Kunden einen durchgängigen Datenfluss bieten, wie Wolfgang Lynen, EMEA Marketing Campaign Manager für Manufacturing Industry Solutions betont. Denn erst dann sei ein solcher Prozess wirklich wirtschaftlich. Viele Schritte hat Autodesk bereits innerhalb seiner Digital Prototyping Tools realisiert:
1) Skizzen zeichnen mit SketchBook: über das Mobile App sind Skizzen sogar am iPhone möglich
2) Für professionelles (Industrie-) Design stehen die Alias-Produkte zur Verfügung
3) Mit Inventor ist der Übergang zur 3D-Konstruktion möglich, aus der sich dann digitale Prototypen erstellen lassen.
4) Konstruktionen optimieren mit Algor: FEM-Werkzeuge, Mehkörperdynamik, CFD-Simulation
5) Um Fabrikumgebungen aufzubauen, zu optimieren und zu simulieren, wird bald die Factory Design Suite erscheinen
6) Zur Marketingunterstützung sind zahlreiche Visualisierungstools vorhanden: Showcase
Viele neue Funktionen in Autodesk Inventor 2011 integriert
Die Inventor-Produktfamilie 2011 stellt Benutzerfreundlichkeit in den Vordergrund, von der Konstrukteure und Ingenieure profitieren sollen. Die Software profitiert vor allem von hilfreichen Tools, die aus anderer Autodesk-Software in Inventor integriert wurde. Beispielsweise sind für das Design von Produkten oft schwierige Freiformflächen gewünscht. Mit „Alias for Inventor“ lassen sich nun Designs einfach und schnell ändern. Von Komponenten aus Showcase profitiert der Anwender, wenn er seine Konstruktion fotorealistisch darstellen will. So wurden die Kontrollmöglichkeiten von Licht, Beleuchtung und Schatten aber auch die Visualisierung von Materialeigenschaften und Oberflächen verbessert.
Außerdem wurden Funktionen aus der Datenmanagement-Software Vault soweit in Inventor integriert, dass die Software selbst kaum noch separat geöffnet werden muss.
Um Konstruktionsprozesse zu optimieren, hat Autodesk das direkte Manipulieren von Bauteilen integriert. Dies soll die Arbeit beschleunigen und mehr Kreativität zulassen, da Änderungen direkt im Grafikbereicht am Modell durchgeführt werden und freies Zeichnen möglich ist. Ebenfalls zur schnelleren Konstruktion wurden Automatisierungswerkzeuge sowie die iLogic Technologie integriert. Damit vereinfacht sich die regelbasierte Konstruktion.
Auch die Simulationsfunktionen sind nun benutzerfreundlicher zu bedienen, denn der neue Simulation Guide führt durch die einzelnen Arbeitsschritte. Zudem wurden in Inventor einige Funktionen von Moldflow integriert, wie das Anzeigen von Lufteinschlüssen und Bindenähten.
Stefanie Michel, Redaktion konstruktionspraxis
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