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Technik kurz erklärt Die Entwicklung der Schreibmaschine

| Autor / Redakteur: M.A. Bernhard Richter / Katharina Juschkat

In unserer Serie „Technik kurz erklärt“ stellen wir jede Woche ein Meisterwerk der Konstruktion vor. Heute: Die Schreibmaschine.

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Die erste Schreibmaschine half einer blinden Gräfin, wieder schreiben zu können.
Die erste Schreibmaschine half einer blinden Gräfin, wieder schreiben zu können.
(Bild: pixabay.com / CC0 )

Die erste bekannte Beschreibung einer Schreibmaschine findet sich in einem im Jahre 1714 erteilten Patent. Die Patentschrift handelt von einer Maschine oder künstlichen Methode, „Buchstaben fortschreitend einen nach dem anderen wie beim Schreiben zu drucken, und zwar so klar und genau, dass man sie vom Buchstabendruck nicht unterscheiden kann.“ Das Geschriebene könne auch nicht ohne erkennbare Spuren zu hinterlassen gelöscht oder gefälscht werden.

Erste funktionable Schreibmaschine für blinde Gräfin

Technische Details werden in dem Patent nicht erwähnt; ob die Maschine gebaut wurde, ist auch nicht gesichert. Die erste funktionierende Schreibmaschine war wahrscheinlich das Gerät, das der Italiener Pellegrino Turri 1808 für die erblindete Gräfin Carolina Fantoni da Fivizzono herstellte. Ein mit dieser Maschine geschriebener Brief ist erhalten und lässt erkennen, dass Typendruck verwendet wurde.

Typenhebel treten 1832 erstmals auf. Die Konstruktion entwickelte sich zur erfolgreichsten Bauart. Für jeden Typenträger existiert ein eigenes Typenhebelgetriebe, mit dem er durch Drücken der Taste auf das auf einer Walze liegende Papier geschlagen wird. Durch den NSA-Abhörskandal erlebt die Schreibmaschine heute eine Renaissance. Getippte Texte können nicht so leicht abgefangen werden wie moderne Kommunikation.

Faszinierende Zahlen der Konstruktion
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Über den Autor

M.A. Bernhard Richter

M.A. Bernhard Richter

Redakteur Online/Print/Video, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht