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Standort Deutschland hilft bei der Eindämmung
Die Geschäftsführung des Unternehmens Koziol wurde von den h_da-Wissenschaftlern für die Studie befragt. Den entgangenen Umsatz durch gefälschte Produkte gibt die Geschäftsführung mit mehreren Millionen Euro an. Der Erbacher Hersteller, bekannt für das außergewöhnliche Design seiner Haushalts- und Büroprodukte, zieht Vorteile für die Eindämmung der Produktpiraterie aus seiner Konzentrierung auf den Standort Deutschland.
Thorsten Muntermann, Koziol-Geschäftsführer: „Authentizität ist der beste Kopierschutz. Plagiate werden auch in Zukunft nicht zu verhindern sein, jedoch kann sich die Marke Koziol auf Stärken berufen, die nicht kopierbar sind. Ein unschlagbarer Vorteil ist die eigene Herstellung in Deutschland. Von der Idee bis zur Vermarktung, von der Produktion bis zum Versand kommt alles aus einem Haus. Dies ist ein unschätzbarer Wettbewerbsvorteil, der dem Kunden eine hohe und vor allem nachvollziehbare Produktqualität garantiert - ohne Schadstoffe, ohne Kinderarbeit, ohne Umweltzerstörung.“
Die Frage nach der Zukunft der Raubkopieindustrie in China beantworten die Autoren der Studie mit verhaltenem Optimismus. Prof. Dr. Rainer Erd: „Es spricht vieles dafür, dass in den nächsten Jahrzehnten ein Wandel Chinas zu einer weitgehend raubkopiefreien Ökonomie zu erwarten ist. Zum einen ist dies ein Trend, der sich in Taiwan und Japan, die in einer vergleichbaren Lage waren, beobachten lässt. Zum anderen wird das heute noch rückständige Gerichtswesen in einem Jahrzehnt einem modernen, von qualifizierten Juristen geleiteten System gewichen sein. Obendrein wird mit wachsendem wirtschaftlichem Wohlstand in China das Interesse an Originalprodukten zunehmen, wie sich schon heute in den großen Städten des Ostens beobachten lässt, in denen in den letzten Jahren ein wohlhabender Mittelstand entstanden ist.“
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