Anbieter zum Thema
In vielen Unternehmen fehlt das Bewusstsein für das Problem
Zwar ist nach den Erfahrungen von Sonja Müller vom China Competence Center der IHK Frankfurt am Main und Darmstadt Produkt- und Markenpiraterie eines der größten Probleme für deutsche Unternehmen in China: „Jedoch fehlt oft noch ein Bewusstsein für das Problem. So wird das vorhandene Instrumentarium zum Schutz vor Verletzung geistiger Eigentumsrechte bei weitem nicht voll ausgeschöpft. Oftmals wird bereits die Anmeldung der Schutzrechte in China versäumt; den Betroffenen bleiben dann praktisch keine Handlungsmöglichkeiten. Daher ist es eine wichtige Aufgabe der IHK und Außenhandelskammern Unternehmen zu informieren und wirksame Maßnamen etwa zur technischen Sicherung der Produkte oder ständiger Marktbeobachtung aufzuzeigen.“
Die Studie nennt auch Anti-Piraterie-Strategien
Unter den in der Studie beschriebenen Anti-Piraterie-Strategien sind viele Maßnahmen, die Unternehmen selbst treffen können. Beispielsweise:
- Sichtbare und unsichtbare Kennzeichnungen der Originalprodukte ermöglichen es Zollbehörden an Grenzübergängen oder Messen die Fälschungen zu identifizieren und aus dem Verkehr zu ziehen.
- Ein Direktvertrieb der Produkte in Factory Outlets lässt mögliche Sicherheitslücken gar nicht erst entstehen, da die Produkte direkt vom Produzenten in dessen Verkaufsstätten weitergegeben werden und nicht in Hände von unseriösen Zwischenhändlern geraten können.
- Die „Ein-Haus-Produkt-Strategie“ verringert mit der Konzentration von Entwicklung, Produktion und Vertrieb an innerdeutschen Standorten die Gefahr des Know-how-Abflusses. Bei der Auslagerung von Fertigungsstätten nach China oder der Vergabe von EDV-Dienstleistungen und Übersetzungen an externe Mitarbeiter steigt dagegen die Gefahr des Diebstahls geistigen Eigentums.
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:279799)