Hydrauliköl Der Schmierstoff als Konstruktionselement
Die frühzeitige Einbindung des Schmierstoffs in das Konstruktionskonzept bedeutet einen deutlichen Mehrwert für Hersteller und Endverbraucher.
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Öle und Betriebsstoffe finden häufig erst sehr spät, oder gar keine Berücksichtigung im Konstruktionsprozess. Wichtige Wechselwirkungen bleiben unberücksichtigt. In der Summe führt dies häufig zu hohen Folgekosten in Garantie- und Gewährleistung, bzw. im Reparaturservice. Weiterhin bleiben mögliche Leistungsspitzen unerreicht. Die Praxis zeigt, dass der frühzeitige Einbezug des Schmierstoffs in das Konstruktionskonzept einen deutlichen Mehrwert für Hersteller und Endverbraucher bedeutet. Negative Einflussfaktoren werden frühzeitig erkannt und können bereits in einer frühen Entwicklungsphase ausgemerzt werden.
Seit 1990 steigt die Nachfrage nach umweltverträglichen Ölen („Bioöle“) stetig an. Biologisch abbaubare Hydraulikmedien werden gem. DIN ISO 6743-4 in die Kategorien HEES, HEPR, HEPG und HETG eingeteilt. Ob ein Öl als biologisch abbaubar ausgelobt werden darf, richtet sich nach den technischen und ökologischen Eigenschaften des Fluides. Ein Öko-label ist nicht zwingend, kann aber als Abverkaufshilfe nützlich sein. Eine genaue Definition des Begriffs „Bioöl“ gibt es bis heute nicht. Diskussionen zu diesem Thema sind häufig politisch geprägt und oft nicht wissenschaftlich fundiert. Fest steht jedoch, dass Bioöle ungiftig und biologisch abbaubar sein müssen, damit sie die Umwelt nicht belasten. Ebenso könnte man von Bioölen erwarten, dass durch ihre Anwendung wertvolle Ressourcen eingespart werden können und dass durch sie das Prinzip der Nachhaltigkeit realisiert wird. Produkte unterschiedlicher Basisflüssigkeiten erfüllen häufig unterschiedliche Leistungsstandards, was einen direkten Vergleich oft komplex macht. Als wichtige Kenndaten zur Bewertung eines Hydrauliköls werden unter anderem folgende Eigenschaften herangezogen: Oxidationsstabilität, Luftabscheidevermögen, Schaumverhalten, Viskositäts-/ Temperaturindex, Verträglichkeitsmerkmale mit Elastomeren und Korrosionsschutzeigenschaften.
Hermann Bantleon hat mit der Entwicklung eines Hydrauliköls auf PAO-Basis einen innovativen Schritt getätigt. Neben der sehr guten Perfomance ist das Öl zudem biologisch abbaubar (gem. CEC-L-33-A-93 für schwer wasserlösliche Öle >80 % (21 Tage)) und kann in Bereichen eingesetzt werden, in denen biologisch abbaubare Schmierstoffe gefordert werden. Die Felderprobung des Mediums ist erfolgt und das Produkt hat sich in unterschiedlichsten Einsätzen bewährt – von stationären Anlagen im Stahl-/Wasserbau, Werkzeug- und Spritzgussmaschinen, über den Einsatz in Schneefräsen bis hin zur Anwendung in Forstmaschinen und Erdbewegung-/Tiefbaugeräten. (qui)
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