Getriebe

Der Ameise nachempfunden: Ein Kletterroboter erobert den Mond

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Bewegungsmuster von der Biologie inspiriert

Neben der optischen Wahrnehmung erfolgt während der Fortbewegung ein erheblicher Informationsrückfluss durch Tasten, Fühlen und Hören. Alle diese Informationen benötigt auch der Spaceclimber zur Koordination der Gelenkbewegungen. Welche Reaktion ist angemessen, wenn der Untergrund nachgibt oder der Fuß in ein Loch tritt?

Neben den bereits aufgeführten Sensoren wurden weitere in den Fuß und die Rumpfaufhängung integriert. Die Gesamtheit der gewonnenen Daten versetzt die Forscher des DFKI in die Lage, bioinspirierte Bewegungsmuster zu generieren. Weiterhin können Belastungszustände analysiert und eventuelle Schäden diagnostiziert werden, um angepasste Bewegungsmuster zu erstellen.

Mit dem Spaceclimber wurde ein Laufroboter entwickelt, der bisher schwer zugängliches Gelände erobern kann. Für die weitere Erkundung erscheint die Kombination aus einem radbasierten Roboter und einem im Huckepack befindlichen Spaceclimber sehr sinnvoll. Während mit dem radbasierten System die großen Entfernungen zurückgelegt werden, erkundet das beinbasierte System laufend, krabbelnd oder sogar kletternd Geröllfelder, Krater und Höhlen. (ud)

Motek 2012: Halle 9, Stand 9224.

1Gefördert von der Raumfahrt-Agentur des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie von der Europäische Raumfahrt-Agentur (ESA).

* Erhard Leppin ist Leiter des Vertriebsbüros Nord der Harmonic Drive AG, Limburg.

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