Energiewende
China zündet eigene Mega-Gasturbine

Ein Gastbeitrag von Henrik Bork 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Wenn der chinesische Industrieminister persönlich vorbeischaut, muss schon etwas Bedeutendes geschehen sein, so wie Anfang Oktober in Shanghai: die Zündung der ersten schweren Gasturbine aus heimischer Fertigung.

In dem strategischen Plan „Made in China 2025“ werden die zehn Schlüsselbranchen aufgezählt, in denen China die Modernisierung seiner Industrie mit besonderem Nachdruck vorantreiben will – darunter auch die Energie- und Stromerzeugung.(Bild:  Oleksandr - stock.adobe.com / KI-generiert)
In dem strategischen Plan „Made in China 2025“ werden die zehn Schlüsselbranchen aufgezählt, in denen China die Modernisierung seiner Industrie mit besonderem Nachdruck vorantreiben will – darunter auch die Energie- und Stromerzeugung.
(Bild: Oleksandr - stock.adobe.com / KI-generiert)

Die Hochleistungs-Gasturbine mit einer Kapazität von 300 Megawatt wurde von der „China United Gas Turbine Technology Co.“ entwickelt. Bestehend aus 50.000 Komponenten und bis an den Rand gefüllt mit High-Tech aller Art ist sie der neue Stolz der chinesischen Fertigungsindustrie.

Turbine erzeugt ein Achtel des stündlichen Energieverbrauchs in Peking

Die Festredner bei der Initialzündung des Monstrums im Shanghaier Stadtteil Lingang sprachen von einem „Meilenstein” für die fortgeschrittene Fertigung ihres Landes – und das scheint keineswegs übertrieben: Bislang waren nur einige wenige Unternehmen weltweit in der Lage, solche auch „Kronjuwelen des fertigenden Gewerbes“ genannten, industriellen Gasturbinen herzustellen, darunter Siemens in Deutschland, General Electric in den USA und Mitsubishi in Japan. Nun hat sich China aus eigener Anstrengung einen Platz in diesem exklusiven Club erkämpft.