Schnellzüge
Volles Tempo dank KI-basierter Wartung

Ein Gastbeitrag von Henrik Bork 3 min Lesedauer

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China meldet Erfolge beim Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Wartung seines Schnellbahn-Netzes. Das 45.000 Kilometer lange Streckennetz der mit bis zu 350 Stundenkilometer fahrenden Schnellzüge des Landes sei jetzt „in einem besseren Zustand als zum Zeitpunkt seines Baus“.

Rechnet man die Länge aller Schnellbahn-Gleise in China zusammen, so sind sie schon jetzt länger als der Äquator – und sie sollen weiter ausgebaut werden. (Bild:  lassedesignen - stock.adobe.com)
Rechnet man die Länge aller Schnellbahn-Gleise in China zusammen, so sind sie schon jetzt länger als der Äquator – und sie sollen weiter ausgebaut werden.
(Bild: lassedesignen - stock.adobe.com)

Das 45.000 Kilometer lange Streckennetz der mit bis zu 350 Stundenkilometer fahrenden chinesischen Schnellzüge Gaotie wird pro-aktiv mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) gewartet und sei jetzt „in einem besseren Zustand als zum Zeitpunkt seines Baus“, schreibt der leitende Ingenieur in einer wissenschaftlichen Zeitschrift.

Vergangenes Jahr sei aufgrund der pro-aktiven Wartung mithilfe von KI erstmals auf keiner der in Betrieb befindlichen Schnellzug-Strecken eine einzige Warnung eingetroffen, die eine Temporeduzierung erforderlich gemacht hat.

Eine KI-Schaltzentrale in Peking verarbeitet riesige Mengen von Daten, die von Sensoren, Kameras und Streckenarbeitern gesammelt werden. Sie kann Warnungen für dringend nötige Reparaturen „innerhalb von 40 Minuten“ generieren, berichten Niu Daoan, Chefingenieur der „China State Railway Group“ und seine Kollegen in einem Aufsatz für das Wissenschaftsjournal „China Railway“. Vergangenes Jahr sei aufgrund der pro-aktiven Wartung mithilfe von KI erstmals „auf keiner der in Betrieb befindlichen Schnellzug-Strecken eine einzige Warnung eingetroffen, die eine Temporeduzierung erforderlich gemacht hat“, heißt es in dem Bericht.