Aluminium / Magnesium Chassisbauteile aus Leichtmetall senken Verbrauch und Kosten

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Auf der diesjährigen IAA war Leichtbau eines der Topthemen. Durch ihr geringeres Gewicht reduzieren Bauteile aus Leichtmetall den Verbrauch und damit den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge.

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Als einer der führenden Hersteller von Leichtmetallkomponenten entwickelt Honsel gemeinsam mit seinen Kunden extrem leichte Strukturbauteile aus Aluminium und Magnesium, die sich in die Karosserie oder als Integral- oder Achsträger in das Fahrzeugchassis integrieren lassen. Leichtbau ist gerade auch für künftige Elektroautos bedeutsam, da hier die Batterie eine erhebliche Gewichtszunahme bewirkt. Als Kooperationspartner von EDAG beteiligt sich Honsel am elektrisch betriebenen Konzeptfahrzeug „Light Car – Open Source“, das der Engineering-Dienstleister mit Partnerunternehmen aus der Zulieferindustrie realisiert.

Leichtmetallbauteile ersetzen Stahlkomponenten

Die Gewicht sparenden Strukturbauteile aus Leichtmetall hat Honsel speziell für den Einsatz im Chassis entwickelt. Sie werden in den Unterbau der Karosserie integriert und ersetzen dort schwere herkömmliche Stahlkomponenten, beispielsweise Motorträger oder Achsaufhängungen. Die auf die besonderen Werkstoffeigenschaften abgestimmte Konstruktion und Fertigung gewährleisten die geforderte hohe Festigkeit der Leichtmetallmodule. So spart beispielsweise der Aluminium-Hinterachsträger von Honsel beim Volvo V 70 4WD rund ein Drittel des ursprünglichenGewichts ein – er wiegt nur noch 23,5 Kilogramm. Der Motorträger des Peugeot 407 bringt als Aluminium-Strukturbauteil lediglich 15,5 Kilogramm auf die Waage. Auch wirtschaftlich ist ein Technologiewechsel zum Leichtbau sehr attraktiv: Tragstrukturen aus Stahl müssen aus mehreren Einzelteilen aufwändig gefügt werden. Zum Schutz vor Korrosion erfolgt dann noch eine teure Oberflächenbehandlung. Motor- und Achsträger aus Leichtmetall lassen sich demgegenüber einfach und kostengünstig als Gussteil fertigen. Sie benötigen lediglich eine Nachbearbeitung an den Verbindungsstellen und Anlenkpunkten.

Leichtmetallelemente sollen Crashfunktionen übernehmen

Derzeit entwickelt Honsel die Chassisbauteile aus Leichtmetall so weiter, dass sie als integraler Bestandteil der Fahrzeug-Knautschzone Crashfunktionen übernehmen können. Dazu optimieren die Experten von Honsel das Verformungsverhalten der Strukturen. So arbeiten sie an hochduktilen Gussbauteilen, die sich bei einem Crash sehr gut plastisch verformen lassen. Zudem realisieren sie Strukturbauteile, die aus gegossenen Elementen und sehr gut stauchbaren Strangpressprofilen zusammengesetzt sind. Sollte es damit zu einem Unfall kommen, wird die Aufprallenergie von den Strangpressprofilen absorbiert.

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