Frequenzumrichter

Busanbindung von Frequenzumrichtern steigert die Energie- und Betriebseffizienz

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Vom Frequenzumrichter werden regelmäßig etwa alle fünf Sekunden der Momentanwert der Leistungsaufnahme, die Stromaufnahme und die Frequenz bei allen vier Reinwasserpumpen gelesen. Die Daten landen direkt im Automatisierungssystem, der SPS Steuerung. Hier werden die ohnehin verfügbaren Daten für Abgabemenge und Druck im Reinwasserabgang ergänzt und die gesammelten Daten zu einem Visualisierungssystem geschickt. Auf PC-Ebene werden die Daten nicht nur angezeigt, sondern auch in mit einem vorhandenen Datenarchivierungssystem in Datenbanken archiviert. SPS, Visualisierung und Datenspeicherung sind Kernbestandteile der Automatisierungstechnik und somit in vielen Anlagen bereits vorhanden. Der Schlüssel ist eine Analyseplattform, die direkt auf diese Daten in den vorhandenen Datenbanken zugreift und spezielle Auswertemöglichkeiten liefert. Anders als die übliche Darstellung der einzelnen Momentanwerte über die Zeit, können hier die Werte zeitunabhängig gegenübergestellt werden und mit zusätzlichen Statusinformationen über die Anlage nach verschiedenen Betriebszuständen gefiltert werden.

Die einfachste Form der Optimierung ergibt sich alleine durch die Darstellung der bereitgestellten Leistungsdaten. Durch den Zugriff über eine Busverbindung können hier Daten wie Motorstrom, Leistung und Spannungswerte ausgelesen und ausgewertet werden. Oft ergeben sich schon mit diesen einfachen Mitteln Möglichkeiten, Energie zu sparen, indem man gezielt Spitzenlasten vermeidet. Dadurch, dass die TIG Automation mit entsprechenden Bausteinen bereits auf SPS Ebene drohende Lastspitzen erkennt, ist eine individuell und direkte Reaktion auf Statusänderungen in der Anlage möglich.

Verknüpfen der Umrichter-Informationen mit anderen Anlagendaten

Höheres Sparpotential ist gegeben, wenn die Daten des Frequenzumrichters auf Steuerungsebene mit weiteren Betriebsdaten in Bezug gesetzt werden. So lassen sich zum Beispiel beim Betrieb von Pumpen die Leistungsdaten in Bezug zu Durchflüssen und Drücken setzen und auf diese Weise sowohl in Hinsicht auf die Energieeffizienz, als auch für den Anwendungsfall geeigneten Betriebspunkt optimieren.

Weitere Vorteile ergeben sich beim Zusammenspiel mehrerer mit Frequenzumrichtern ausgestattete Antriebe. Mit Hilfe der Analyseplattform lassen sich hier optimale Betriebszustände für das Zusammenspiel ermitteln. So kann zum Beispiel beim Wasserwerk mit verschiedenen Reinwasserpumpen für jeden Betriebpunkt die optimale Kombination aus Antrieben ermittelt und gewählt werden.

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