Frequenzumrichter

Busanbindung von Frequenzumrichtern steigert die Energie- und Betriebseffizienz

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Dazu ergänzte die TIG Group aus Hamburg die bestehenden Frequenzumrichter mit einer Buskommunikation. Bei einer Modernisierung der Automatisierungstechnik der Reinwasserabgabe des Wasserwerks Peiner Weg wurde die Kommunikation und Datenanalyse von Leistungsdaten mehrerer Umrichter realisiert. Zusammen mit Jan Schneemann, Diplomand der Automatisierungstechnik, entwickelte TIG-Projektingenieur Kai-Uwe Baumgarten einen Baustein für die Steuerungsebene zur Messung der Wirkungsgrade der Reinwasserpumpen. Das Tool sammelt Daten, zeichnet diese auf und wertet sie für jede Pumpenkombination einzeln aus. Durch Vergleich der aufgezeichneten Kenndaten im jeweiligen Betriebspunkt wird automatisch die optimale Pumpenkombination ausgewählt. Ein weiterer Hersteller bietet ebenfalls ein Gerät an, welches die Kennlinien der Pumpen berechnet. Die TIG-Entwicklung unterscheidet sich aber dahingehend, dass deren Tool die Wirkungsgrade aller Pumpen unabhängig vom Hersteller auswerten kann und dabei nicht von theoretischen, sondern von den realen Kenndaten ausgeht.

Schon der Einsatz von Frequenzumrichtern senkt die Energiekosten

Schon der Einsatz von Frequenzumrichtern bedeutet einen Beitrag zur Reduzierung der Energiekosten: Mit Umrichtern wird beispielsweise das energieintensive Anlaufverhalten von Motoren und Antrieben optimiert und generell können diese bedarfsabhängig in ihrer Leistung angepasst betrieben werden. Frequenzumrichter liefern dabei heutzutage eine Vielzahl von Betriebsdaten, die bei entsprechender Auswertung zusätzlich zur Steigerung der Energie- und Betriebseffizienz beitragen können. So liegen Daten zum Momentan-Energieverbrauch, wie der Motorstrom oder auch die Leistung, sowie Informationen zum aktuellen Betriebszustand und eventuelle Störungsinformationen, abholbereit im Speicher der Umrichter.

Einen uneingeschränkten Zugriff auf diese Daten liefert eine intelligente Busverbindung zum Frequenzumrichter. Hier existieren Lösungen zur Verbindung mit der SPS Steuerungstechnik und Visualisierungssystemen bis hin zu einer Analyseplattform, die sich diese Daten zu Nutze macht, um den Betrieb mit den Frequenzumrichtern in mehreren Hinsichten zu optimieren. „Es gibt eine Vielzahl von Kunden, die zwar Frequenzumrichter nutzen, diese aber ohne Busanbindung betreiben und nicht wissen, dass hier mit geringen Investitionen großes Optimierungspotential liegt. Noch gravierender: Viele Kunden besitzen bereits eine derartige Datenkommunikation und nutzen das hier liegende Potential nicht“, erklärt Kai Baumgarten.

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