Energieeffizienz

Bosch Rexroth will Energieeffizienz systematisch erhöhen

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Dementsprechend sieht das Unternehmen vor allem bei vier Bereichen auf der Maschinenebene Ansatzpunkte, um die Energieeffizienz von Werkzeugmaschinen zu verbessern: die Klassifizierung der Energieverbraucher, das Optimieren von Antrieben und der Antriebsregelung, intelligente Standby-Strategien sowie bedarfsgerechte Kühlkonzepte.

Antriebs- und Kühlschmiertechnik gekoppelt

Mit der Übernahme des Kühlschmierstoff-Herstellers Interlit im vergangenen Jahr koppelt Bosch Rexroth die Antriebs- mit der Kühlschmierstoff-Technik. „Das bietet uns einen enormen Hebel, um die Energieeffizienz zu steigern“, erklärt Markus Urrutia, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bosch Rexroth Interlit GmbH.

Zu den Entwicklungen dieses Geschäftsbereiches gehört die Blue Hydraulic Drives, ein hydraulischer Antrieb, der hydraulische Leistung nur dann zur Verfügung stellt, wenn sie auch benötigt wird. Diese bedarfsgerechte Bereitstellung von Leistung spart bis zu 40 Prozent in der Energieaufnahme von Werkzeugmaschinen, möglich seien sogar bis zu 70 Prozent bei anderen Maschinentypen, so Dr. Thorsten Zellmann, Leiter de Anwendungszentrums spanender Werkzeugmaschinen.

Energie spart auch, wer dezentrale Aggregate ausschaltet, wenn sie nicht gebraucht werden, wie das beim Spannen der Fall sein kann. Die entsprechenden Aggregate werden nur dann angeschaltet, bis der nötige Spanndruck erreicht ist. Danach werden sie wieder abgeschaltet.

KST-Booster spart bis zu 88 Prozent des Energieverbrauchs

Als Innovationsschritt präsentierte Thorsten Zellmann den KST-Booster. Diese Rexroth-Entwicklung ist ein Aggregat, das gleich zwei Kreisläufe steuert: die Hydraulik sowie die Kühlschmierstoff-Technik (KST). Damit fällt ein kompletter Pumpen-Antriebsstrang weg. „Mit dieser Technik haben wir den Energieverbrauch um bis zu 88 Prozent gesenkt“, berichtet Zellmann.

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