Oberflächenbeschichten Beschichtungen für weniger Reibung und höhere Lebensdauer
Die Bedeutung der Beschichtungstechnologie wird aufgrund der wachsenden Produktanforderungen in der Industrie und im Fahrzeugbau weiter steigen. Mit einem eigenen Oberflächentechnikum
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Die Bedeutung der Beschichtungstechnologie wird aufgrund der wachsenden Produktanforderungen in der Industrie und im Fahrzeugbau weiter steigen. Mit einem eigenen Oberflächentechnikum stehen den Entwicklungsingenieuren bei Schaeffler Anlagen und Kapazitäten zur Verfügung, die neue Möglichkeiten insbesondere in der Kombination unterschiedlicher Verfahren und Materialien eröffnen. Entscheidend dafür ist die ganzheitliche Betrachtung der Systemanforderungen an das eingesetzte Wälzlager und die frühe Einbindung der Oberfläche als konstruktives Element in den Entwicklungs- und Produktentstehungsprozess. Das Oberflächentechnikum der Schaeffler Gruppe ermöglicht dabei sowohl die Entwicklungsarbeit im Labormaßstab als auch die sichere Überführung in den Produktionsprozess der Großserienfertigung. Im Fokus stehen dabei Beschichtungen zur Vermeidung oder Verringerung von Korrosion und Passungsrost, Verschleiß, Reibung, Schlupf sowie Stromdurchgang, die unter den Markennamen Corrotect, Durotect, Triondur und Isotect angeboten werden. Die Beschichtungen werden auf unterschiedlichste Weise auf die Oberflächen der Bauteilen aufgebracht, ohne dass zwischen Schicht und Grundmaterial eine thermo-chemische Diffusion eingegangen wird.
Beschichtungen für minimale Reibung und Verschleiß
Tribologische, also reibungsoptimierte und verschleißfeste Schichtsysteme können mit Hilfe der PVD-/PACVD-Entwicklungsanlage entwickelt und umgesetzt werden. Das Beschichtungsmaterial liegt dabei entweder in fester Form (PVD – physical vapour deposition) oder gasförmiger Form (PACVD – plasma assisted chemical vapour deposition) vor und wird im Vakuum abgeschieden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Beschichtungsmethoden sind mit diesem umweltfreundlichen Vakuumverfahren einzigartige Zusammensetzungen unterschiedlicher Materialien und Schichten realisierbar.
Ein Beispiel ist die Triondur C-Beschichtung. Dieses kohlenstoffbasierte, diamantartige Schichtsystem bietet bei minimaler Reibung maximalen Schutz gegen abrasiven und adhäsiven Verschleiß und wurde speziell für Wälzlageranwendungen entwickelt. Die Trockenreibung gegen Stahl verringert sich um bis zu 80 Prozent. Wird nur ein Reibpartner beschichtet, erhöht sich die Gebrauchsdauer des gesamten tribologischen Systems erheblich. Durch den sehr duktilen Schichtaufbau verträgt Triondur C hohe Flächenpressungen, wie sie zum Beispiel in Wälzlagern auftreten. Typische Anwendungen sind Tonnenrollen in Pendelrollenlagern für Papierkalander, Tonnenrollen in Axial-Pendelrollenlagern für Hydraulikmotoren oder Laufrollen mit beschichtetem Außendurchmesser für die Druckindustrie.
Galvanische Schichten für den Korrosionsschutz
Darüber hinaus steht eine Galvanik-Entwicklungsanlage zur Verfügung, die insbesondere der Entwicklung umweltverträglicher und damit kunden- und zukunftsorientierter Korrosionsschutzschichten dient. Im Fokus stehen dabei unter anderem Beschichtungen, die frei von sechswertigem Chrom (Cr-VI) sind und damit die strengen Anforderungen der neuen EU-Altautoverordnung erfüllen. Beide Entwicklungsanlagen ermöglichen darüber hinaus die kosten- und funktionsorientierte Kombination der verschiedenen Abscheideverfahren und Schichtsysteme. Dies unterstützt den Aufbau einer umfassenden, ganzheitlichen Kompetenz in der Oberflächentechnik innerhalb der Schaeffler Gruppe.
In Verbindung mit den zentralen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen des Unternehmens, die mit Ihren Versuchs-, Grundlagen- und Berechnungsabteilungen sowie den werkstoffwissenschaftlichen Mitarbeitern ein umfassendes Know-how bereit halten, steht das Oberflächentechnikum für die schnelle Umsetzung von maßgeschneiderten und kundenorientierten oberflächentechnischen Lösungen.
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