Medizintechnnik Automatisierungslösungen in der Pharma- und Medizintechnik
Die Automatica bietet einen Überblick über das Leistungsspektrum der Automation in der Pharma- und Medizintechnik. Denn: Automatisierungslösungen durch Montage- und Handhabungstechnik, Robotik und Industrielle Bildverarbeitung bieten mittlerweile große Vorteile.
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Sie polieren künstliche Hüftgelenke, ziehen Spritzen auf und stehen am Ende selbst am Operationstisch: Roboter erobern immer neue Bereiche in der Pharma- und Medizintechnik.
In welch rasantem Tempo die Automatisierungstechnik in sensible Produktionsbereiche der Pharma- und Medizintechnik Einzug hält, ist selbst für Brancheninsider überraschend. Dabei sind die Einstiegsvoraussetzungen für Anlagen, Komponenten und Roboter in dieser Champions League der Automation alles andere als einfach zu erfüllen. So müssen Montageanlagen für Medical Devices in den meisten Fällen anspruchsvolle Reinraumklassifizierungen erfüllen.
Montagelösungen für die Medizintechnik
Eine Hochleistungs-Montagelösung, die auf die Anforderungen in der Pharma- und Medizintechnikindustrie zugeschnitten ist, will Mikron Automation auf der Automatica mit der neuesten Entwicklungsstufe der Mikron G05 präsentieren. Die neue G05 weist Verbesserungen in den Bereichen Ergonomie und Reinigung auf. Damit erfüllen die Anlagen die aktuellen GPM-Normen und Sicherheitsvorschriften.
Wie man Flexibilität in die Montageautomation bringt, demonstriert Sortimat Technology mit der neuen Montageplattform „Jetwing 2010“, die Montagen laut Herstellerangaben noch flexibler machen soll. Weiterer Vorteil: Bei der neuen Version sind zwischen acht und 48 Montagestationen anstelle der bisherigen zwölf Stationen möglich. Die Grenzen von der Halbautomation zur Vollautomation und von kleinen zu großen Stückzahlen werden damit fließend. Auf der Automatica wird der Jetwing 2010 in einer verketteten Anlage mit Clearliner und Reinraum-Transfersystem gezeigt.
Roboter müssen hohe Anforderungen erfüllen
Auf der Automatica 2010 sind alle renommierten Anbieter von Robotern vertreten, so dass sich der Besucher einen ganzheitlichen Überblick verschaffen kann.
Anspruchsvolle Applikationen in der Medizin- und Pharmaindustrie sind mit kaum zu realisieren. Vielmehr zählen bei diesen Einsätzen Faktoren wie Reinraumtauglichkeit, leicht zu reinigende Spezialoberflächen und höchste Präzision.
Einige Roboterhersteller und Forschungsinstitute haben sich bereits vor vielen Jahren auf Aufgabenstellungen in der Medizin- und Pharmabranche konzentriert und blicken heute auf jede Menge Erfahrung und Know-how zurück. Dies gilt gleichermaßen für den Bau von Robotern als auch für ganzheitliche Automatisierungslösungen.
Sterilisations- und Dekontaminationsprozesse mit Robotern automatisieren
An zwei Robotern für die Medizin- und Pharmaindustrie zeigt Stäubli Robotics, was zur Zeit technologisch möglich ist. Die Sechsachser TX 60 und TX 90 erfüllen in Super-Cleanroom-Ausführung die hohen Anforderungen der Reinraumklasse ISO 2. Darüber hinaus sind beide Maschinen in sogenannter Stericlean-Ausführung verfügbar, was ihren Einsatz unter extremen Laborbedingungen ermöglicht. „Wir dringen mit den Stericlean-Versionen in Bereiche vor, in denen der Einsatz von Robotern bis dato als unmöglich galt. Erstmals werden damit Sterilisations- und Dekontaminations-Prozesse automatisierbar, bei denen die Roboter dauerhaft einer dampfförmigen Wasserstoffperoxid-Umgebung ausgesetzt sind. Damit gelingt der entscheidende Durchbruch bei den Bemühungen zur Automatisierung solcher Prozesse“, verrät Dipl.-Ing. Manfred Hübschmann, Geschäftsführer Stäubli Robotics.
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