Welche Produktvariante kostet am wenigsten und bietet gleichzeitig den größten Kundennutzen? Diese Frage können Konstrukteure mit der sogenannten NLPP-Methode beantworten. Neu gibt es nun zudem eine Lösung, die die nötigen Daten dafür aus Konstruktionszeichnungen automatisch extrahiert und die Preiskalkulation so vereinfacht.
Die Konstruktion sollte heutzutage nicht nur kosten- und spezifikationsgetrieben agieren, sondern sich am Kundennutzen orientieren: „Was wollen unsere Kunden eigentlich, und was wären sie bereit, dafür zu zahlen?", lautet daher eine der Kernfragen im Entwicklungsprozess.
Für die reine Kostenbetrachtung stehen im Unternehmen verschiedene Methoden zur Verfügung. Doch wie kann der Kundennutzen bereits im Produktentstehungsprozess in einen realistischen Verkaufspreis übersetzt werden? Und wie lassen sich viele verschiedene Produktvarianten bewerten, um zu verstehen, wie Kosten und Nutzen zusammenhängen – noch bevor die detaillierte Entwicklung startet?
Klassische Berechnungsmethoden wie das Enterprise-Costing sind für ein solches Szenario häufig zu schwerfällig und aufwändig. Besser eignet sich das NLPP, kurz für Non-linear Performance Pricing. Die Methode, die das Unternehmen Saphirion entwickelt hat, zeigt den Zusammenhang zwischen Kosten, Nutzen und Verkaufspreisen auf.
NLPP erzeugt Zielpreisprognosen
Die NLPP-Methode analysiert, inwieweit die Produkteigenschaften den Kundennutzen und damit die realisierbaren Verkaufspreise bzw. die Kosten beeinflussen, und quantifiziert diesen Einfluss. Dargestellt wird der Zusammenhang über Prognoseformeln für Zielpreise und Kosten. Auf deren Grundlage kann die Entwicklungsabteilung nun extrem schnell verschiedenste Produktvarianten durchspielen und simulieren, welche Produkteigenschaften in welcher Form verändert werden müssen, um entweder
die Kosten zu senken,
den Kundennutzen zu steigern (und somit einen höheren Verkaufspreis zu rechtfertigen) oder
eine Kombination von beidem zu erreichen.
Unternehmen sollen jederzeit wissen, welcher Preis für jede Sachnummer angemessen ist.
Robert M. Münch, CEO bei Saphirion, über die Idee von NLP
Automatisiert zur richtigen Balance zwischen Kundennutzen und Kosten
Für die Analyse werden Produktdaten benötigt, die oft nur in Konstruktionszeichnungen zu finden sind und meistens händisch extrahiert werden müssen. Das Unternehmen Werk24, Spezialist für die automatische Verarbeitung von technischen Dokumenten mittels Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Sehen, kann diese Informationen automatisch auslesen. Nun kombinieren Werk24 und Saphirion ihr Know-how aus CAD-Datenextraktion und Preisanalyse, um die NLPP-Analyse von tausenden Sachnummern zu beschleunigen und zu vereinfachen.
NLPP ist als Softwarelösung erhältlich, die die Anwendung der komplexen Methodik für jeden alltagstauglich macht.
NLPP überprüft die Angemessenheit von Einkaufspreisen mit Hilfe von sechs mehrdimensionalen linearen und nicht-linearen Regressionsverfahren und deckt so Kostensenkungspotenziale im Beschaffungsportfolio auf. Die Methode vergleicht Beschaffungsobjekte anhand ihrer Eigenschaften und Ist-Preise und ermittelt automatisiert valide Zielpreise, die das jeweilige Preis-/Leistungsverhältnis widerspiegeln.
Die mittels NLPP errechneten Zielpreisprognosen besitzen eine sehr hohe Aussagekraft, wobei der zur Analyse benötigte Zeitaufwand vergleichbar gering ist, heißt es. Zudem ist NLPP branchenübergreifend für die Analyse kompletter Einkaufsportfolios nutzbar – vom Dienstleister bis zum produzierenden Gewerbe. Diese große Flexibilität gepaart mit qualitativ hochwertigen Analyseergebnissen soll Anwendern einen substanziellen Wettbewerbsvorteil liefern.
Trotz laufender Digitalisierungsbemühungen befinden sich nach wie vor viele relevante Informationen ausschließlich in 2D-CAD-Zeichnungen und sind nicht auf Knopfdruck verfügbar. „Dieser Umstand plagt jedes Unternehmen, bindet unnötig viele Ressourcen und verzögert dazu noch die Durchführung von Preisanalysen und die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse. Jedes Unternehmen sucht nach einer Lösung für dieses Problem”, beschreibt Robert M. Münch die aktuelle Situation im Markt.
Die Werk24-Lösung ist die einzige Software, die wirklich in der Lage ist, schnell Informationen in hoher Qualität aus 2D-Zeichnungen auszulesen.
Robert M. Münch, CEO bei Saphirion, über die Idee von NLP
Münch weiter: „Ich kenne viele Ansätze und Projekte, die sich mit dieser Problematik beschäftigen und eine automatisierte Lösung schaffen wollen. Allerdings hat mich bisher keine Lösung überzeugt – alles erwies sich als aufwändig. Sofern die interessanten Informationen überhaupt erkannt wurden, waren die ausgelesenen Daten von mangelhafter Qualität, nicht brauchbar für eine aussagekräftige Analyse. In den letzten sechs Monaten haben wir intensiv mit Werk24 zusammengearbeitet und dabei die unübertroffene Stärke der Werk24-Lösung erlebt. Es ist die einzige Software, die wirklich in der Lage ist, schnell Informationen in hoher Qualität aus 2D-Zeichnungen auszulesen.”
Konstruktionsleiterforum
Produktentwicklung neu denken
Der Schlüssel für den Erfolg eines Unternehmens liegt in Konstruktion und Entwicklung. Hier entstehen innovative Produkte, die die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Doch kennen Sie die Herausforderungen der Produktentwicklung im 21. Jahrhundert?
Das Konstruktionsleiterforum will Konstruktions- und Entwicklungsleiter für Hürden sensibilisieren, sowie Tools und Methoden aufzeigen, um innovative Ideen strukturiert zu entwickeln und den Produktentstehungsprozess so schlank und effizient wie möglich zu gestalten.
CAD-Datenextraktion und Preisanalyse aus einem Guss
Die Partnerschaft bietet eine einfache Lösung für jeden mit Zeichnungsteilen, der Einsparungspotenziale in der Beschaffung aufdecken will oder eine Kalkulations-Lösung für seine Branche entwickelt. „Um bei so einem Projekt erfolgreich zu sein, benötigt man sowohl Zugang zu hochqualitativen Daten als auch ein erprobtes Kalkulationsverfahren. Werk24 und Saphirion bieten nun eine Antwort aus einem Guss”, fasst Dr. Jochen Mattes, CEO bei Werk24, die Mehrwerte zusammen.
Mattes weiter: „Oft denken Kunden, ihre eigene Situation sei so speziell, dass ein Standardwerkzeug zur Preisanalyse nicht geeignet sei. Darauf hat Saphirion eine klare Antwort: Die individuelle Situation ist in den historischen Einkaufsdaten sehr gut abgebildet und wird somit automatisch mit einbezogen. Damit sind Individuallösungen überflüssig. Dies ermöglicht uns eine skalierbare und extrem schnelle Umsetzung der Projekte – meist in wenigen Wochen. Das ist im Markt einmalig und war für uns ausschlaggebend für die Partnerschaft.”
Stand: 08.12.2025
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