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Elektromotoren entwickeln im Dauerbetrieb und unter Last Wärme
Elektromotoren weisen einen weiteren großen Nachteil auf: Unter Last entwickelt der Motor Hitze, die sich nicht gut abführen lässt. Unter Dauerbelastung können sich elektrische Systeme so generell erwärmen. Um eine Überhitzung des Systems und damit eventuelle Verletzung von Patient oder Anwender zu vermeiden, ist eine Abkühlzeit zu beachten.
Beim pneumatisch betriebenen System ist das anders: „Überhitzung ist beim Druckluftmotor durch seine Arbeitsweise ausgeschlossen“, so Dagmar Hierl, Produktmanagerin bei Deprag Schulz. „Durch die Entspannung der Luft kühlt der Motor unter Last ab.“
Der Druckluftmotor kann problemlos bis zum Stillstand belastet werden und nimmt dabei keinerlei Schaden. Nach Reduzierung der Last läuft er problemlos wieder an und das beliebig oft hintereinander, auch bei hoher Einschaltdauer. Das macht ein pneumatisch betriebenes Werkzeug ausfallsicher und verlässlich.
Motorleistung des Durckluftmotors lässt sich anpassen
Die abgegebene Leistung ist beim Druckluftmotor über weite Drehzahlbereiche nahezu konstant. Er kann daher auch in einem breiten Feld wechselnder Lasten optimal betrieben werden. Die Drehzahl lässt sich durch Drosselung der Luftmenge stufenlos steuern. Der Chirurg kann die erforderliche Motorleistung problemlos an die spezifischen Erfordernisse anpassen.
Hauptvorteil des Druckluftmotors als Antrieb ist seine große Leistungsdichte. Je nach Ausführung benötigt er nur ein Fünftel der Masse eines handelsüblichen Elektromotors oder ein Drittel seiner Größe. Chirurgische Werkzeuge sollen klein und überaus handlich sein. Verständlich, wenn man an den millimetergenauen Einsatz in einem begrenzten OP-Feld denkt. Ein serienmäßiger Druckluftmotor aus Edelstahl mit einem integriertem Planetengetriebe und einer Leistung von 400 W ist nur 61 Millimeter lang und misst im Durchmesser 32 Millimeter.
Ölfreier Antrieb für hygienische Anwendungen
Im Operationssaal muss ein Antrieb ölfrei arbeiten wie auch in der Lebensmittel- oder chemischen Industrie. Hierfür bietet Deprag angepasste Speziallamellen an. Gegenüber batteriebetriebenen Motoren ist ein pneumatisch betriebener Antrieb robust, unverwüstlich und über Jahre hinweg mit geringem Wartungsaufwand einsetzbar.
Die Deprag Advanced Baureihe 67 umfasst Motoren mit unterschiedlichen Ausstattungen. Diverse Abtriebsspindeln sind im Standardprogramm ebenso enthalten wie unterschiedliche Motorbefestigungen. Kundenspezifische Motorenlösungen wie ferritfreie Antriebe aus Glaskeramik oder Kunststoff sind ebenfalls erhältlich.
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