3D-CAD-Software Anlagenbau in 3D mit AutoCAD Inventor und Productstream Professional

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Die Sommer Anlagentechnik gilt Spezialist für Anlagen, mit denen Betonfertigteile produziert werden. Das Unternehmen entschied sich für das Zusammenspiel von AutoCAD Inventor und Productstream Professional, um einen höheren Standardisierungsgrad in der mechanischen Konstruktion zu erreichen. Zu den Vorteilen, gehören anschauliche Visualisierungs-Tools für die Angebotsphase, ein höherer Detaillierungsgrad der Konstruktion und die Reduzierung von möglichen Fehlerquellen.

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Maschinen, Fahrzeuge, Nahrungsmittel: Es gibt kaum ein Produkt, das nicht automatisiert gefertigt wird. Nur im Bauwesen arbeitet man noch „Stein auf Stein“ – es sei denn, man nutzt Fertigteile, die zumeist aus Beton produziert werden. Für die Fertigung der Bauteile benötigt man spezialisierte, hoch automatisierte Anlagen. Auf diesen anspruchsvollen Teilbereich des Maschinen- und Anlagenbaus hat sich die Sommer Anlagentechnik in Altheim bei Landshut spezialisiert.

Komplexe robotergestützte Anlagen – individuell geplant

Ein von Sommer geplantes Betonfertigteilwerk ist als Umlaufanlage konzipiert. Zunächst auf Paletten, später auf einer Förderanlage durchlaufen die werdenden Fertigteile die verschiedenen Arbeitsschritte der Produktion. Erst setzt ein Roboter mit einer Genauigkeit von +/- 1 mm die Schalungen in den gewünschten Abmessungen.

Dann wird der Beton automatisch verteilt, durch Schwingung verdichtet und ggfs. nachgeglättet. Anschließend durchläuft das Fertigteil eine Härtekammer und eine Pufferstation, in der es aushärtet. Danach folgen das ebenfalls automatisierte Entschalen sowie mechanische Bearbeitungsschritte wie z.B. das Anfasen oder das Setzen von Ausschnitten.

Die Anlagen, die Sommer für die internationale Betonfertigteil-Industrie plant und baut, werden jeweils individuell an die Anforderungen und Wünsche der Kunden angepasst. Andreas Mohaupt, Bereichsleiter Konstruktion: „Wir entwickeln Unikate, wobei es natürlich stets wiederkehrende Konstruktionselemente gibt.“

Kunde möchte anschauliche Visualisierung

Die Komplexität der Anlagen, die ganze Fabrikhallen füllen und aus bis zu 40.000 Einzelteilen bestehen, ist so groß, dass die Kunden gern in der Projektphase schon anschauliche Darstellungen ihrer künftigen Fertigungsmöglichkeiten sehen möchten. Das war ein wesentlicher Grund dafür, dass sich Sommer für die 3D-Konstruktion mit dem AutoCAD Inventor entschied.

Andreas Mohaupt: „Die treibenden Kräfte für diese Entscheidung kamen aus unserem eigenen Vertrieb. Die Projektingenieure wollten ihren Kunden ´lesbare´ Layouts präsentieren, die auch die kaufmännischen Entscheider überzeugen. Das war ein wesentlicher Grund dafür, dass wir uns nach einem CAD-System für die 3D-Konstruktion umgesehen haben.“

Im Pflichtenheft: Produktdatenmanagement

Zu den Eigenschaften, die das neue System mitbringen sollte, gehörte neben einer bedienfreundlichen Oberfläche und leistungsstarken Visualisierungs-Tools auch ein professionelles Produktdatenmanagement. Denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte man für diesen Zweck eine selbst entwickelte Datenbank genutzt, die bereits ein sehr großes Volumen hatte.

Konstrukteur Roland Zach: „Diese Datenbank haben wir für die 2D-Konstruktion intensiv genutzt und angesichts der größeren Datenmengen, die die 3D-Konstruktion mit sich bringt, wollten wir von Beginn an das CAD-System in Kombination mit einem Produktdatenmanagement einsetzen. Da hat uns das Zusammenspiel von AutoCAD Inventor und Productstream Professional überzeugt.“ Beide Systeme wurden von EPLAN Software & Service implementiert – ein logischer Entschluss, weil die Elektrokonstruktion bei Sommer als P8-Anwender bereits erfolgreich mit EPLAN zusammenarbeitete. (Mehr Infos auf den folgenden Seiten)

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