Composite Europe 2010

Anforderungen an Composite-Verarbeiter für Windenergieanlagen steigen

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Auf ihrem Weg von der Pumpe zum Mischkopf lassen sich die Komponenten dann auf die gewünschte Verarbeitungstemperatur von bis zu 80 °C erhitzen. Das Mischen kann – je nach Kunden- oder Materialanforderung – statisch-dynamisch oder statisch ablaufen. Der Schussabruf erfolgt von einer externen SPS, von einem Roboter oder von einem Handlinggerät aus. Auch das richtet sich nach den Vorgaben des Anwenders und dessen Produktionsumfeld.

Kernmaterial und die Deckschicht automatisch zusammenbringen

An einem Verfahren, mit dem die Herstellung von Rotorblättern für Windenergieanlagen automatisiert werden kann, arbeitet der Aussteller Siempelkamp Handling Systeme, Wolfratshausen. Diese Entwicklung soll das Kernmaterial und die Deckschicht automatisch zusammenbringen und verkleben – auf einer Anlage mit 3 m Arbeitsbreite. Für den Kern können dabei alle möglichen Werkstoffe zur Anwendung kommen.

Damit die Rotorblatt-Halbschalen aneinander haften, werden Klebeharze auf Vinylesterbasis verarbeitet. Kennzeichnend für diese Klebstoffe seien die leichte Verarbeitbarkeit, die gute Anpassungsfähigkeit an wechselnde Anforderungen sowie sehr gute physikalische Eigenschaften, insbesondere im Zusammenhang mit Verstärkungsfasern. Als weiterer Pluspunkt wird die gute Entformbarkeit gesehen: Weil die Verarbeiter immer kürzere Zykluszeiten einhalten müssen und die Formen für Rotorblätter extrem teuer sind, müssen diese möglichst schnell entleert und wieder neu befüllt werden.

Antriebswellen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen

Doch nicht nur in Rotorblättern tragen Composites zur Gewichtsreduzierung bei. Auch bei Antriebswellen für Windkraftanlagen wird glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) zur Anwendung. Niedriges Gewicht, hohe Temperaturbeständigkeit und zuverlässige Kraftübertragung machen diesen Werkstoff laut Messeveranstalter für diesen Bereich sehr attraktiv. Ein weiteres entscheidendes Kriterium sei die elektrisch isolierende Wirkung der Glasfaser.

Zur Herstellung der Rotorblätter aus GFK wird das so genannte Filament Winding zur Anwendung – eine Wickeltechnik, bei der rotationssymmetrische Bauteile durch die Ablage von mit Harz getränkten Fasersträngen auf Wickeldornen hergestellt werden.

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