Software

Alles in der CAD-Umgebung entwickeln

| Redakteur: Katharina Juschkat

Kommandos zur Flächenmodellierung erlauben dem Anwender, eine Methode zu erstellen, die das Tiefziehen und Folgeoperationen beinhaltet.
Kommandos zur Flächenmodellierung erlauben dem Anwender, eine Methode zu erstellen, die das Tiefziehen und Folgeoperationen beinhaltet. (Bild: AutoForm)

Um beim Engineering der Blechumformung das System nicht wechseln zu müssen, bietet eine Software jetzt die Möglichkeit, alles in einem CAD-System zu planen.

Viele Ingenieure setzen beim Enineering auf CAD-Systeme – doch die Systeme können nicht alle Phasen beim Engineering des Blechumformprozesses unterstützen. Deshalb hat Softwareentwickler Autoform zusammen mit Volkswagen die Software „Autoform Process Designer“ für das CAD-System Catia von Dassault Systèmes entwickelt. Die Software ermöglicht neben dem Tiefziehen auch alle Folgeoperationen, ohne dass der Ingenieur die Umgebung des CAD-Systems verlassen muss. Die Software umfasst damit alle Tiefziehteile, Herstellprozesse und -aufgaben, die während der Methodenplanungsphase auftreten. Der Hersteller verspricht zudem eine schnellere Umgebung, da alle erstellen Wirkflächen parametrisch sind.

Die Software kombiniert die Simulation von Blechumformprozessen mit den Konstruktionsfunktionalitäten von Catia. Durch spezifische Befehle kann der Anwender direkt in der CAD-Umgebung die Wirkflächen entwickeln – sowohl für Tiefzieh- als auch für Folgeoperationen. Sobald die Bauteilgeometrie in Catia zur Verfügung steht, führen vordefinierte standardisierte Prozesse den Anwender von der Vorbereitung des Bauteils bis zur Bereitstellung der vollständigen Methode.

Vier Grundkonzepte

Die Autoform-Software basiert auf vier Grundkonzepten, die Anwender in der Erstellung von Methodenplänen unterstützen:

Einzigartige Features: Speziell entwickelte Features sollen die Arbeit der Methodenplaner vereinfachen. Zum Beispiel sind Features verfügbar, um Werkzeuge in beliebiger Operation zu kompensieren. Der Anwender kann die Kompensation manuell oder durch Einsatz von Referenz- und Zieloberfläche ausführen oder ein Kompensationsvorschritt – erzeugt durch Autoform-Compensatorplus – verwenden. Die Features sollen auch für Anwender, die mit Catia nicht vertraut sind, einfach einzusetzen sein.

Flächenmodellierungswerkzeuge: Der Werkzeugkasten für komplexe Freiformflächen ist in Catia auf drei speziell entwickelte Werkzeuge reduziert: „Boundary“ zur Bauteilfortführung, „Connect” zum Füllen von Lücken und Löcher sowie „Addendum” zum Erstellen von typischen Formen einer Ankonstruktion. Diese Werkzeuge verwenden existierende Flächen und kombinieren sie mit neuen Freiformflächen. Die erstellten Wirkflächen zeichnen sich laut Hersteller durch geringe Komplexität und maximale Kontinuität aus.

Standardisierung: Die Software unterstützt die firmenweite Standardisierung und Datenkonsistenz. Da die Software Vorlagen mit vordefinierten Arbeitsschritten verwendet, kann sie neue Methodenpläne erstellen, indem eine neue Bauteilgeometrie importiert und Parameter angepasst und ergänzt werden. Auf diese Weise soll die interne Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen und extern zwischen OEMs und Zulieferern verbessert werden.

Methodik: Die Software verwendet eine speziell entwickelte Methodik, die die Flächenkonstruktion vereinfacht, indem sie den gesamten Prozess in logische und voneinander unabhängige Teilschritte unterteilt. In jedem Schritt kann sich der Anwender auf wenige Anforderungen konzentrieren. Darüber hinaus verwendet der Anwender den bauteilabhängigen Geometriebereich getrennt von dem ziehprozessbestimmenden Geometriebereich. Vorlagen und Best-Practice-Instruktionen unterstützen den Anwender in jeder Aufgabe. Das Resultat ist ein transparenter Methodenplan, der einfach zu verstehen, zu modifizieren und zu aktualisieren ist. (kj)

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