Additive Fertigung Airbus Helicopters fertigt Flugzeugbauteile additiv in Serie

Von Juliana Pfeiffer 3 min Lesedauer

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Airbus Helicopters fertigt mit 3D-Druckern von Trumpf künftig Bauteile für seine Hubschrauber und für Flugzeuge des Mutterkonzerns Airbus. Mit einem neuen Zentrum für den 3D-Druck in Donauwörth weitet Airbus Helicopters seine Kapazitäten für die additive Fertigung aus.

Mit dem 3D-Druck-Verfahren wird Airbus Helicopters unter anderem Bauteile für den elektrisch angetriebenen CityAirbus, den experimentellen Hochgeschwindigkeitshubschrauber Racer und die Passagierflugzeuge Airbus A320 und A350 herstellen.(Bild:  Airbus)
Mit dem 3D-Druck-Verfahren wird Airbus Helicopters unter anderem Bauteile für den elektrisch angetriebenen CityAirbus, den experimentellen Hochgeschwindigkeitshubschrauber Racer und die Passagierflugzeuge Airbus A320 und A350 herstellen.
(Bild: Airbus)

Trumpf ermöglicht mit seinen 3D-Druckern kostengünstige und nachhaltige Massenfertigung. Das Hochtechnologieunternehmen nutzt die Anlagen in vielen Fällen für die eigene, nachhaltige Produktion von Serienteilen. „Die additive Fertigung schlägt bei einigen unserer Bauteile alle herkömmlichen Fertigungsverfahren hinsichtlich Kosten und CO2-Fußabdruck. Ein Beispiel dafür ist die Produktion von Motorkühlern, die in Schneideinheiten der TruLaser 5030 verbaut sind. Wir sparen dadurch Kosten und konnten die CO2-Emissionen pro produzierten Teil um 83 Prozent reduzieren im Vergleich zu einer herkömmlich hergestellten Baugruppe”, sagt Richard Bannmüller, Vorsitzender der Geschäftsführung Trumpf Laser- und Systemtechnik.

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Das Buch "Additive Fertigung" beschreibt Grundlagen und praxisorientierte Methoden für den Einsatz der additiven Fertigung in der Industrie und unterstützt Konstrukteure und Entwickler dabei, additive Verfahren erfolgreich in ihren Unternehmen zu implementieren.

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3D-Druck als Schlüsseltechnologie auf dem Weg zu nachhaltigem Fliegen

Die Additive Fertigung spielt seine Vorteile unter anderem in der Dentalbranche, der Medizintechnik, dem Werkzeug- und Formenbau und der Luft- und Raumfahrt aus. „Trumpf steht der Luftfahrtindustrie weltweit mit seinem Fertigungs-Know-how als verlässlicher Partner zur Seite. Unsere 3D-Druck-Anlagen sind eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg zu nachhaltigem Fliegen und sie verringern die Abhängigkeit von langen Lieferketten“, sagt Bannmüller.

Mit innovativen Fertigungsverfahren arbeiten wir in Donauwörth an den Hubschraubern der Zukunft. Unter anderem trägt 3D-Druck dazu bei, das Gewicht der Bauteile zu reduzieren.

Helmut Färber, Standortleiter von Airbus Helicopters in Donauwörth

So nutzt nun das Luftfahrtunternehmen Airbus Helicopters am Standort Donauwörth in seinem neuen 3D-Druckzentrum 3D-Druck-Maschinen von Trumpf. Auf drei Maschinen entstehen Bauteile aus Titan, vier fertigen Kunststoffteile additiv und eine Maschine kann Bauteile aus Aluminium herstellen. „Mit innovativen Fertigungsverfahren arbeiten wir in Donauwörth an den Hubschraubern der Zukunft. Unter anderem trägt 3D-Druck dazu bei, das Gewicht der Bauteile zu reduzieren“, sagt Helmut Färber, Standortleiter von Airbus Helicopters in Donauwörth. Das helfe den Betreibern von Luftfahrzeugen, den Verbrauch von Treibstoff und damit ihre Kosten zu senken. Es könne zudem dabei helfen, den Ausstoß von CO2 im Flug zu reduzieren. Mit dem 3D-Druck-Verfahren wird Airbus Helicopters unter anderem Bauteile für den elektrisch angetriebenen CityAirbus, den experimentellen Hochgeschwindigkeitshubschrauber Racer und die Passagierflugzeuge Airbus A320 und A350 herstellen.

TruPrint 2000 feiert Weltpremiere

Auf der diesjährigen Formnext, vom 7. bis 10. November 2023 in der Messe Frankfurt präsentiert Trumpf mit der TruPrint 2000 eine Weltpremiere. Die Anlage ist mit ihrem bis zu 500 Watt starken Laser und ihrer quadratischen Bauplatte für die Massenproduktion ausgelegt, etwa von Zahnprothesen. Die TruPrint 2000 bietet mit dem kleinen 55 µm Strahldurchmesser des Lasers ein hochwertiges Druckergebnis, das durch seine Oberflächenqualität und Detailgenauigkeit überzeugt. Sie verfügt über ein Bauvolumen (Zylinder) von 200 mm Durchmesser und einer Höhe von 200 mm.

Mehr zur TruPrint 2000

„Die additive Fertigung spart teures Rohmaterial und senkt die Produktionskosten in der Luftfahrtindustrie. 3D-Drucker verwenden nur das Material, das die Konstrukteure tatsächlich für ihre Bauteile benötigen und am Ende im Flugzeug abhebt”, sagt Bannmüller. 3D-Druck-Anwender können außerdem nicht genutztes Metallpulver wiederverwenden. Herkömmliche Herstellungsverfahren benötigen hingegen bis zu zehnmal mehr Rohmaterial, als das Endprodukt ausmacht. Beim Fräsen oder Zerspanen landet deshalb ein Großteil des Rohmaterials im Abfall.

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Komplexe Strukturen leichter herstellen

Weitere Vorteile des 3D-Drucks sind eine deutliche Steigerung der Ressourceneffizienz im Herstellungsprozess und eine hohe Flexibilität. Bauteile mit neuen Konfigurationen können als Einzelstücke oder in Kleinserien zu Testzwecken gedruckt werden. Dies macht das Verfahren auch für den Bau von Prototypen interessant. Während bei der konventionellen Bearbeitung Bauteile aus dem Vollen gefräst werden, werden beim additiven Schichtdruck Metall- oder Kunststoffpulver mit Hilfe von Laserstrahlen geschmolzen. Auf diese Weise werden die gewünschten Formen Schicht für Schicht erzeugt. Dadurch lassen sich komplexe Strukturen leichter herstellen als mit herkömmlichen Verfahren. Bei einem konventionellen Herstellungsverfahren wird bis zu zehnmal mehr Rohmaterial benötigt als das Endprodukt, bei der additiven Fertigung dagegen nur das 1,5-fache.

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