Smart Engineering Wie agile Methoden die Produktentwicklung beschleunigen

Von Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler 2 min Lesedauer

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Agile Methoden sind in der Softwareentwicklung schon lange etabliert und ermöglichen schlanke Produktentwicklung in veränderlichem Marktumfeld. In der Hardware-Entwicklung wird dieses Potenzial noch nicht hinreichend genutzt – wenngleich viele Aspekte auch dafür interessant sind, wie Experten auf dem Konstruktionsleiter-Forum zeigen werden.

Agile Entwicklung beruht insbesondere auf zwei Prinzipien: der Fokussierung auf Kundenbedürfnisse und ein schnelles Feedback durch frühen Test von Prototypen. So können Entwicklungszeiten und -kosten deutlich reduziert werden. Doch die Anpassung an die Besonderheiten der eigenen Produktentwicklung sind nicht immer trivial.(Bild:  pixelordner - stock.adobe.com)
Agile Entwicklung beruht insbesondere auf zwei Prinzipien: der Fokussierung auf Kundenbedürfnisse und ein schnelles Feedback durch frühen Test von Prototypen. So können Entwicklungszeiten und -kosten deutlich reduziert werden. Doch die Anpassung an die Besonderheiten der eigenen Produktentwicklung sind nicht immer trivial.
(Bild: pixelordner - stock.adobe.com)

Konstruktions- und Entwicklungsleiter müssen mit interdisziplinären Teams neue Ideen strukturiert und domänenübergreifend entwickeln und dabei gleichzeitig Kosten, Nachhaltigkeit sowie die Time-to-Market im Blick behalten – eine Aufgabe, die an Komplexität kaum zu überbieten ist.

Das Konstruktionsleiter-Forum will Konstruktions- und Entwicklungsleiter sensibilisieren für die Herausforderungen der Produktentwicklung des 21. Jahrhunderts sowie Lösungen aufzeigen. Dazu gehören praxisorientierte Tools und Methoden, um innovative Ideen strukturiert zu entwickeln und den Produktentstehungsprozess so schlank und effizient wie möglich zu gestalten.

Was sind die Erfolgsfaktoren für agile Entwicklung?

Dazu gehört auch die Methode der agilen Produktentwicklung – aus der Software kommend wird sie zunehmend auch für die Entwicklung physischer Produkte eingesetzt. Doch dabei gilt es einige Fallstricke zu kennen und zu überwinden, wie der Vortrag „Trends und Fallstricke bei agilen Methoden für die Hardware-Entwicklung und wie sie dennoch funktionieren“ zeigen wird.

Agile Coach Anja Wegert, CoachING, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Alexander Koch und Dr.-Ing. Stefan Weiss, beide Universität der Bundeswehr, werden Forschungsergebnisse aus der Befragung von Unternehmen vorstellen, die bereits Agilität für die Entwicklung von Hardwareprodukten anwenden. Die Studie läuft seit 2018 und wird jährlich neu aufgelegt und erweitert. Es wird auf wesentliche Erfolgsfaktoren agiler Teams und Organisationen in der technischen Entwicklung fokussiert.

Die empirische Betrachtung wird ergänzt um Erfahrungen und Lösungskonzepte aus der täglichen Praxis in der Arbeit mit Organisationen und Entwicklungsteams, die agile Arbeitsweisen für die Entwicklung von Hardwareprodukten anwenden. Anhand von praktischen Beispielen werden Methoden, Tools und Vorgehensweisen erläutert, die in konkreten Projekten zu einer effektiveren Zielerreichung durch agile Hardwareentwicklung geführt haben.

Warum sind agile Methoden eine Stellschraube für mehr Effizienz?

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Alexander Koch hat uns im Gespräch verraten, warum das Thema von großer Bedeutung für Konstruktions- und Entwicklungsleiter ist:

Herr Prof. Koch, warum ist das Thema Ihres Vortrags besonders relevant für Konstrukteure und Entwickler?

Unsere Studien der letzten fünf Jahre zeigen, dass agile Methoden mehr und mehr zum Standard in der industriellen Entwicklung physischer Produkte werden. Wir werten das als Indiz für den Nutzen der agilen Methoden. Viele Faktoren spielen hierbei eine Rolle, um den Projekterfolg und schließlich den Unternehmenserfolg positiv zu beeinflussen. An dieser Stelle spielen das Technische Management und somit die Konstruktionsleiter eine zentrale Rolle.

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Alexander Koch ist Inhaber des Instituts für Technische Produktentwicklung an der Universität der Bundeswehr München.(Bild:  Alexander Koch)
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Alexander Koch ist Inhaber des Instituts für Technische Produktentwicklung an der Universität der Bundeswehr München.
(Bild: Alexander Koch)

Was sind die wichtigsten Aspekte des Vortrags?

In unserem Vortrag wird zunächst ein Vergleich innerhalb der deutschen Industrie aufgezeigt, also die Querschnittsstudie zum Thema „agile Entwicklung physischer Produkte“ vorgestellt. Es wird um Selbstorganisation als Schlüsselkompetenz innerhalb der agilen Produktentwicklung gehen – denn unsere Daten zeigen eine Korrelation zwischen dem Grad der Selbstorganisation und dem Projekterfolg.

Was lernen unsere Teilnehmer durch Ihren Vortrag?

Welche Stellhebel nutzen Unternehmen für die Verwirklichung von Selbstorganisation und in welchem Maße tragen diese dazu bei, den Projekterfolg zu steigern?

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