Antriebstechnik

78 Milliarden Euro: Bosch steigert Umsatz und Rendite deutlich

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Die technisch realisierbare Vision: der CO2-neutrale Verbrenner

Der Bosch-Chef betonte die Bedeutung und die Potenziale des Verbrennungsmotors. „Ohne Diesel werden die CO2-Ziele in Europa wohl nicht erreicht werden können.“ Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um Einfahrverbote für Diesel-Fahrzeuge wies Denner darauf hin, dass die erforderliche Technik für effiziente und ressourcenschonende Diesel vorhanden sei. Mehr noch: „Mit Testfahrzeugen erreichen wir schon heute die Grenzwerte von 2020. Wir entwickeln und testen bereits Systeme, die sogar deutlich unter diesen Grenzwerten liegen“, erklärte Denner, der in der Bosch-Geschäftsführung auch für Forschung und Vorausentwicklung verantwortlich ist. Die Bosch-Entwickler haben ein ehrgeiziges Ziel: Ein Verbrenner, der nur noch das ausatmet, was er eingeatmet hat. Dessen Emissionen sollen sich mit Ausnahme von CO2 nicht mehr von der Umgebungsluft unterscheiden. Mit Einsatz von eFuels ließe sich ein klimaschonender CO2-neutraler Verbrennungsmotor realisieren.

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Innovationskultur: Motor der Vernetzung

„Kein digitaler Wandel ohne kulturellen Wandel“, betonte Denner. „Wir denken Führung und Zusammenarbeit neu und stärken so unsere Innovationskultur.“ In vielen Bereichen baut Bosch Hierarchien sowie Bereichs- und Funktionsgrenzen ab. Mehr als zwei Drittel der konzernüblichen Richtlinien hat das Unternehmen bereits ausgemustert und individuelle Bonuszahlungen abgeschafft. Denner sieht in der Innovationskultur von Bosch einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil: „Wir profitieren von einer Belegschaft, die es gewohnt ist, nach ständiger Verbesserung zu streben.“ (jup)

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