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Smart Home und Smart City: Bosch errichtet Chipfabrik in Dresden
Für die wachsenden Anwendungen von Halbleitern in der Mobilität und im IoT errichtet Bosch eine Chipfabrik in Dresden. Mehr als eine Milliarde Euro investiert das Unternehmen bis 2021 in die neue Fertigungsanlage. Einsatzbereiche dieser Chips sind zum Beispiel auch Smart Homes. Für die intelligente Küche bietet Bosch neben vernetzten Hausgeräten künftig zunehmend digitale Services an. Das Unternehmen bindet die in zwölf Sprachen verfügbare App des Start-ups Kitchen Stories in sein Home-Connect-Ökosystem ein. Mehr als 15 Millionen Mal ist die App bereits heruntergeladen worden. Sie umfasst mehr als 1 000 Rezepte und vermittelt die Zubereitung in Videos oder Fotos. Sein umfangreiches Portfolio für die Vernetzung ganzer Städte hat Bosch zum Jahresbeginn auf der CES in Las Vegas vorgestellt. Dazu gehört auch das mobile Luftlabor „Climo“, das in Echtzeit Daten zur Luftqualität in Städten zur Verfügung stellt. 2025 werden weltweit 80 Metropolen Smart Cities sein und schon jetzt verfolgt Bosch dazu 14 Leitprojekte. Der Smart-City-Markt wächst bis 2020 auf 700 Milliarden Euro.
Urbane Mobilität: Emissionsfrei, stressfrei und unfallfrei
Mit der Urbanisierung wachsen auch viele Probleme. Bis 2050 wird der urbane Verkehr um 30 Prozent zunehmen. „Wir wollen urbane Mobilität ermöglichen, die emissionsfrei, unfallfrei und stressfrei ist. Dazu automatisieren, elektrifizieren und vernetzen wir den Verkehr“, sagte Denner. Ab diesem Sommer verleiht der Sharing-Anbieter COUP seine eScooter auch in Madrid. Zur Entlastung des urbanen Verkehrs wird auch die Automatisierung beitragen. Bis zum Beginn der kommenden Dekade wird Bosch mit Daimler das vollautomatisierte und fahrerlose Fahren im urbanen Umfeld ermöglichen. Bereits 2018 werden erste Testfahrzeuge dazu auf die Straße geschickt. Einen Meilenstein auf dem Weg zum automatisierten Fahren hat Bosch mit Daimler bereits 2017 erreicht. Im Parkhaus des Mercedes-Benz-Museums in Stuttgart haben die Unternehmen die weltweit erste Lösung für einen automatisierten Einpark-Service (Automated Valet Parking) realisiert.
Antrieb der Zukunft: Elektro-Schwerlaster mit Wasserstoffantrieb
In Sachen Elektrifizierung hat Bosch 2017 wichtige Weichen gestellt: Schon in diesem Jahr startet die Produktion einer neu entwickelten 48-Volt-Batterie für Hybrid-Fahrzeuge, die einfach in neue Fahrzeugmodelle integriert werden kann. Etablierte Hersteller und Start-ups können so auf lange und teure Entwicklungszeiten verzichten. Ab 2019 erhöht der neue elektrische Achsantrieb (eAchse) von Bosch die Reichweite von Elektroautos. „Wir geben Gas bei der Elektromobilität. Wir konnten 2017 zahlreiche Aufträge akquirieren, teilweise in Milliardenhöhe“, erläuterte der Bosch-Chef. In einem Entwicklungsprojekt mit dem amerikanischen Start-up Nikola Motor Company arbeitet Bosch an einem Elektro-Schwerlaster mit Wasserstoffantrieb. „Spätestens ab 2030 spielt die Brennstoffzelle im Antriebsmix eine wichtige Rolle. Wir verstärken unsere Entwicklungsaktivitäten und erweitern schrittweise unser Produktportfolio“, erklärte Denner. In China, dem größten Markt für Elektromobilität, bringt Bosch mit dem Nutzfahrzeug-Motorenhersteller Weichai ein Pilotprojekt zur Brennstoffzelle für Nutzfahrzeuge auf den Weg. Denner weiter: „Vom Fahrrad bis zum Lkw – kein Automobilzulieferer ist in der Elektromobilität so breit aufgestellt wie Bosch.“
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