Jubiläum 650 Jahre SHW
Die Schwäbischen Hüttenwerke (SHW) wurden am 14. April 650 Jahre alt. Auch wenn Deutschlands ältestes Industrieunternehmen nach der Abspaltung der Nicht-Automotive-Bereiche 2005 fünf eigenständige Unternehmen gebildet haben, tragen diese dennoch als Zeichen gemeinsamer Wurzeln weiterhin „SHW“ im Namen.
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Im Rahmen eines feierlichen Aktes wurde am 25. Juni das Jubiläum gefeiert. Geladen waren außer der Regionalprominenz auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Grüne), sowie sein Amtsvorgänger und jetziger EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU). Zu Zeiten Oettingers Ministerpräsidentschaft waren sich die beiden Politiker selten einig: Bei Digitalisierung und Vernetzung in der Industrie aber herrscht Einigkeit: Industrie 4.0 ist essentiell wichtig für den Standort Deutschland. Die SHW-Unternehmen seien dafür gerüstet, so die Aussage des EU-Kommissars für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft.

Los geht der Festakt zu 650 Jahre #SHW mit dem #Steigerlied, gespielt von der SHW BERGKAPELLE Wasseralfingen e.V.. http://t.co/vOffbRY9uu
— Aalener Nachrichten (@AalenerNachr) 25. Juni 2015650 Jahre SHW: Vom „eysenwerck“ zur Industrie
Wechselvolle Historie
1365 wurde die Eisengewinnung und -verarbeitung auf der Schwäbischen Alb erstmals urkundlich erwähnt. Die ersten schriftlichen Belege sind aber keineswegs der Anfang der Eisengewinnung in der Region. Neueren archäologischen Erkenntnissen zufolge dokumentiert die kaiserliche Urkunde von 1365 vielmehr ein fortgeschrittenes Stadium der Eisenverarbeitung. Mindestens 1000 Jahre vor dem Entstehen der Urkunde brachten Menschen bereits Erz in einfachen Rennöfen zum Schmelzen und verarbeiteten das Roheisen weiter.
1921 wurde letztendlich die „Schwäbische Hüttenwerke GmbH“ durch einen Gesellschaftsvertrag gegründet. 2005 zog sich das Land Baden-Württemberg und MAN zurück und ermöglichte eine vollständige Privatisierung des Unternehmens. (br)
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